… nämlich was zwischen die Zähne, zum Kauen und Schmecken. Dann ist unsere erste 5-tägige Fastenzeit zu Ende. Unsere Kaumuskeln sind schon ganz schlaff, wir werden sicher morgen Muskelkater bekommen. 😉
Wir wurden quasi zum Fasten verpflichtet als Nairobichapel-Mitarbeiter. Mit gefangen – mitgefastet.
Ihr glaubt gar nicht, wie sensibel man für sämtliche Gerüche wird, und wie unglaublich verführerisch die Erdnüsse werden, die der Sitznachbar im Matatu genüsslich zu sich nimmt. Noch nie haben wir erlebt, dass Leute im Matatu essen. Doch ausgerechnet vorgestern muss sich einer mit Erdnüssen neben uns setzen. Und als an einer Haltestelle die Tür auf ging, sahen wir ein Mädchen eine Mango essen, später auf dem Weg zu unserem Haus sind wir an leckeren Bananen und Tomaten vorbei gelaufen und irgendwo hat jemand leckeres Essen gekocht…. Während ich das schreibe, weht mir gerade eine Brise von gegrilltem Maiskolben um die Nase.
Ja, wir verwöhnten Deutschen tun uns schon schwer, wenn das geliebte Essen ausbleibt. Doch uns tröstet, dass alle Mitarbeiter in diesen Tagen gegen Hunger und Appetit zu kämpfen haben. Außer vielleicht Rosi und Janet, die fasten auch gleich mal 40 Tage ohne eine Mahlzeit am Tag.Wir haben immerhin einen Salat abends gegessen, doch das haben wir den beiden besser nicht verraten.
Die Fastenfolgen:
Daniels Rippen lassen sich jetzt noch besser zählen, und Nancys Hosen sitzen lockerer. Wir werden die nächsten Tage das deutsche Brot nicht vermissen und das Toastbrot hier genießen. Wir haben Geld gespart. Und wir werden es wieder machen (müssen).

