Teambuilding

FotoWie geht es zu, wenn sich in Kenia Inder, die in Äthiopien aufgewachsen sind, auf Armenier treffen und gemeinsam mit Kenianern, Schweizern und Deutsche für das nächste Jahr ein Team bilden sollen? Und das auf dem Gelände einer deutschen Missiongesellschaft, wo Schweizer leben und Norweger zu Besuch sind?
Sie reden über Beethoven, haben Angst vor Löwen, vergessen die Zeit, machen „Ballspiele“ mit rohen Eiern und finden kalte Duschen überflüssig, vor allem bei Regen und 18°C Außentemperatur.

Wenn wir auch nur gut 2 Tage Zeit hatten und statt dem heißen Januar-Wetter die verspätete Regenzeit in vollen Zügen „genießen“ durften, so war es eine geniale Zeit und sind zu einem Team zusammen gewachsen. Trotz oder gerade wegen unserer großen Unterschiede. So waren die Kenianer sehr erstaunt, warum Deutsche das Leben so ernst nehmen und im Gottesdienst nicht tanzen. Und die Deutschen waren etwas irritiert, als in der Gruppengebetszeit alle durcheinander redeten, bzw. beteten, dabei umherliefen und Hände hoben.

Nach einem Gebets- und Fastentag, an dem wir miteinander nicht reden „durften“ (was allen schwer fiel, aber erstaunlicherweise eingehalten wurde), sangen, beteten wir, segneten uns gegenseitig und beschnupperten uns weiter. Am Ende kam Viyerrah, ein extrovertiertes Unikum mit Rastalocken auf uns beide zu und meinte: „Ihr seid zwar etwas still, aber ihr seid die coolsten!“
In meiner ernsthaften deutschen Art wies ich das sofort von mir, aber ich hatte keine Chance. Sein einnehmendes Wesen ließen mich meine 30 uncoolen Jahre vergessen. Wahrscheinlich werden die nächsten 30 richtig cool!
DIGUNA
DIGUNA

3 Antworten auf „Teambuilding“

  1. Wenn du mich besuchen kommst, dann hättest du eine gute Chance! Ich würde sie extra für dich machen!

  2. Hey, bitte grüßt Viyerrah ganz lieb von mir!!!! 🙂 Und sagt ihm bitte, er ist weiter sehr, sehr herzlich in Deutschland eingeladen mit freakigen leuten zu kommen, wenn was möglich bin ich mega Ohr! 🙂
    Danke!!! =)

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