Danke sagen

Diese Woche haben wir die Ehre uns bei den Leitern und Mitarbeitern von Mavuno Berlin zu bedanken. Mavuno lebt vom Engagement dieser tollen Leute!

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Rohbau steht

Um mehr Raum zu schaffen, vergrößern wir die Nebenräume der Kapelle. Diese Woche war entscheidend. Fa. Rosenkranz aus dem Westerwald war damit beauftragt, den Rohbau in Holzständerbauweise zu stellen. Jeden Tag waren zahlreiche ehrenamtliche Helfer mit auf der Baustelle, insgesamt 30 Leute! Toller Einsatz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: der Rohbau steht. Jetzt geht es mit den Installationen (Elektro, Sanitär…) weiter.

2 Wochen waren für den Rohbau geplant, nach nur 1 Woche war er erledigt! Es geht doch – in Berlin!

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O_MuriuNach etlichen Vorgesprächen ist es erstmals gelungen, dass sich verschiedene Netzwerke rund um Gemeindegründung und -erneuerung zu einem Konsultationstag in Niederhöchstadt getroffen haben. Es freut uns, dass Oscar Muriu als Hauptredner gewonnen werden konnte. Durch seine zahlreichen viele Besuche und unsere enge Partnerschaft hat er einen guten Einblick über Gemeindearbeit in Deutschland und kann aus einer einzigartigen Perspektive prophetisch sprechen.

In seinem Vortrag beschrieb er 5 Bilder über die Gemeinde in Deutschland. Er stieß auf großes Echo und regte in bewährte Manier zum Nachdenken und Um-Handeln an. Über einige davon sind wir mit ihm schon länger im Gespräch, und uns freut, dass sie auf eine breitere Basis gestellt werden.

Hier die 5 Bilder 

  1. Junger Mann – Simson ohne Haare
  2. Winterlandschaft
  3. Drohende Wolke voll Kampf
  4. Stolzer Ingenieur
  5. Kleines Mädchen

Reinhold Scharnowski hat sie hier gut wiedergegeben. 

Den Vortrag gibt es hier als mp3.

 

Familienausflug & Leadership lessons

Wir freuen uns über ein paar Tage Urlaub bei wunderschönem Herbstwetter. Den ersten verbrachten wir mit Kind & Kegel (Großeltern) in einem Ausflugsziel, das wir immer wieder gern ansteuern: dem Spargelhof Klaistow. Nicht nur weil momentan größte Kürbis der Welt dort ausgestellt wird (951kg) ist der Hof eine Reise wert. Gerne laufe ich dort mit offenen Augen herum und beobachte, was ich (auch für Gemeindearbeit) lernen kann. Hier ein paar Beobachtungen und Lektionen vom aktuellen Ausflug:

  • Aus dem Nichts: der Spargelhof ist quasi auf der grünen Wiese entstanden. Bis auf Spargel- oder Erdbeerfelder gab es dort vorher nichts. Was die Familien Buschmann & Winkelmann in 24 Jahren auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend:
  • Innovativ: aus jeder kleinen Veränderung in der Natur wird eine Event gemacht, uns so für Besucher ein neuer Grund kreiert, vorbei zu schauen: Spargelzeit, Erdbeerernte, Heidelbeerernte, Maislabyrinth, Kürbis-Olympiade, Strohfestival im Spätherbst
  • Dauerhaft: neben Events gibt es eine wachsende Zahl permanenter Attraktionen: Kletterwald, Naturwildgehege, DekoScheune, Spielplatz, Hofladen…
  • Marketing & Branding: das Ganze wird sehr gut aufbereitet und perfekt inszeniert, Flyer sind durch die Markenfarben blau/gelb sofort wieder zu erkennen, sie liegen überall bereit, alle Mitarbeiter sind gebrandet, der Hof ist super beschildert (direkt von der Autobahn weg), jede kleinste Lücke im Kalender wird mit neuen Attraktionen erschlossen, UND werden immer wieder neue Gründe für einen Besuch geschaffen (siehe Events & wachsende Attraktionen)
  • Massentauglich: 5.000 Besucher am Wochenende? Anscheinend kein Problem. Breite Wege, gr0ße Außenflächen, genügen Toiletten, modular erweiterbare Gastronomieflächen, Parkplätze (Autos, Busse, Zweiräder…)
  • Bühne für andere: Hofladen, Räucherei, Marktände bieten eine Bühne für die Produkte und das Können anderer. So finden Imker, Brauer und Bio-Bauern neue, zahlreiche Abnehmer.

Warum ich den 3.10. feiere

Deutschland hat Geburtstag – so erklärte ich es gestern unserem Vierjährigen, nach dem wir besprochen hatten, dass er nicht zur Kita geht und es ein besonderer Tag sei. Seine Reaktion: Bekommen wir da alle Geschenke?“ – Wie ich diese Kinderlogik liebe!

Und dann habe ich ihm erklärt, dass wir schon ganz viele Geschenke bekommen haben, weil aus zwei Länder eines geworden ist, und die Mauer, die mitten durchs Land und unsere Stadt ging, weg ist. Aber eigentlich sind die Auswirkungen der Wiedervereinigung für uns viel persönlicher:

Früher war es für mich als Kind ein absolutes Highlight, Pakete aus Westberlin zu bekommen – jetzt wohne ich selbst da, und nur 700m von der ehem. Grenze entfernt. Bevor wir unser wunderschönes Haus gefunden haben, wohnten wir direkt am Grenzstreifen im „Osten“.

Ohne die Wiedervereinigung wäre unser gesamtes Leben komplett anders verlaufen. Kein Studium an der BTA in Wiedenest, wir hätten nie Oscar getroffen, der uns nach Kenia „geholt“ hat, und es gäbe sicher kein Mavuno Berlin mit unseren vielen „gemischten“ Ehen.

Rooted 2.0

Rooted LogoDiese Woche ist es soweit: Rooted wächst über unsere Gemeinde hinaus. Die SMD an der Uni Potsdam startet nach Semesterbeginn Ende Oktober mit Rooted.
Zwei Studentinnen nahmen im Frühjahr bei uns am Kurs teil und wollen ihn gern an ihre Uni bringen. Da unterstützen wir sie doch gern!

Männer allein zu Haus

In unserer Kenia-Zeit haben wir bei Mavuno eine Praxis kennen gelernt, die wir gern auch in Berlin umsetzen: Personal Retreat. Dreimal pro Jahr ziehen sich Pastoren, Pastoral Trainees und Praktikanten für eine persönliche Stille-Zeit zurück, meistens Mittwoch Mittag bis Freitag Mittag. Für zwei Tage geht man z.B. in ein Kloster, um zur Ruhe zu kommen und auf Gott zu hören – was in Hektik und Speed des Alltags überlebenswichtig ist. Als Pastoren können wir es uns nicht leiten, keine Stille vor Gott zu verbringen – insbesondere ausgedehnte Zeiten.

Diesmal war Nancy dran. Von Mittwoch bis Freitag verbrachte sie ihr Personal Retreat in der Malche. Jetzt, wo unsere zweiter Sohn ohne Mama kann, konnte Nancy endlich nach 4 Jahren zum ersten Retreat seit 4 Jahren aufbrechen. Nach unserem Männerurlaub für uns Männer kein Problem – nur etwas anstrengender als sonst. Die beiden Jungs haben super mitgemacht, kaum nach der Mama gefragt – und Spaß hatten wir obendrein.

Übrigens. In den folgenden Häusern im Berliner Umland haben wir super Retreat-Erfahrungen gemacht:

Missionshaus Malche, Bad Freienwalde

Kloster Alexanderdorf

Uns ist wichtig, dass die Gastgeber ein gutes Verständnis, bestenfalls sogar eine Tradition in Stille-Tagen haben. Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Häusern. Welche kennst du (deutschlandweit)?

Männerurlaub

IMG_3254Manchmal muss man einfach mal raus – so ging es mir Mitte September. Und da ich am Sonntag nicht predigte, lachte mich das Wochenende geradezu an. Da meine zwei Jungs mit von der Partie sein sollten, fiel die Wahl auf die nähere Ostsee anstatt 900km in die Alpen zu fahren. Am Strand sind die beiden (1 und 4 Jahre) ohnehin besser aufgehoben, als am Klettersteig. Ob es zwischendrin nichts gibt? Schon, aber…

Gesagt, getan. Wir entschieden uns für die Soft-Camping-Version und mieteten einen Wohnwagen auf Rügen. Die RegenbogenCamps sind ja bekannt für Qualität und Kinderfreundlichkeit – das wollen wir uns mal aus der Nähe ansehen. Und der Strand in Nonnevitz sieht nicht nur auf den Bildern super aus.

Das Abenteuer begann schon bei der Anreise. Abfahrt: 20 Uhr. Ankunft 0.06 Uhr. Wie versprochen, klebte die Chipkarte zum Eintritt in einem Umschlag an der Türe der Rezeption. Gut! Das Schöne am RegenbogenCamp Nonnevitz: es ist autofrei. Der motorbetrieben fahrbare Untersatz bleibt draußen auf dem Parkplatz. Nur zu An- und Abreise darf er rein. Dumm nur, wenn die Chipkarte um Mitternacht abgelaufen ist und sich die Schranke nicht öffnet. Dann machen wir eben ein Abenteuer draus, die Kids waren mittlerweile sowieso schon wach und würden nicht so bald wieder einschlafen. Also: Gepäck auf die Handkarren, die für solche Zwecke bereit stehen, Kinder obendrauf und auf zum Wohnwagen.

Wie groß der Campingplatz ist, wurde mir bewusst, als ich alle zwei Minuten tauschen musste: Kind 2 runter vom linken Arm, dafür Karren mit links ziehen. Ein anderthalber Kilometer kann sich mit Handkarren auf Sandboden, Kind auf dem Arm und Stirnlampe ganz schön hinziehen. Untermalt wurde die Wanderung zum Wohnwagen hinter den Dünen vom lauter werdenden Meeresrauschen und schnell waren wir uns einig: in der Nacht mussten wir noch zum Strand, keine Frage! Dann noch mal zum Auto, Fahrrad + Anhänger holen. Die Kombination Rad + Anhänger für die Kids ist auf einem Campingplatz mit solchen Entfernungen einfach super. Halb vier waren wir dann im Bett.

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Doch die Abenteuer fingen da erst so richtig an: Laufrad fahren am Strand, nass unter den Regenklamotten bis auf die Haut, Wind lauter als Anschreien, Pfützen tiefer als die Gummistiefel hoch sind, Duschen mit Regenklamotten und Gummistiefel …

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Fazit: Das Rauskommen hat sich gelohnt. Hat uns Männer zusammen geschweißt, um gemeinsame Abenteuer und Geschichten bereichert. Das Camp ist jedenfalls empfehlenswert, insbesondere in der Nachsaison, wo alles ziemlich entspannt und ruhig ablief. Kinder beschäftigen sich auf Campingplatz und am Strand selbst.

 

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Ernte

Endlich ist es soweit: die erste Taufe in Mavuno Berlin. Und gleich 4 Täuflinge! Lange und intensiv haben wir gearbeitet und gebetet, jetzt endlich erleben wir das wohl sichtbarste Zeichen von Lebensveränderung. Die Freude bei uns ist riesig.

 

Wie gut, dass eine Familie gleich in der Nachbarschaft wohnt und einen tollen Pool im Garten hat! Gleich nach der Predigt setzte sich die ganze Gemeinde zur Taufe am Pool in Bewegung. Anschließend ging es zum gemeinsamen Mittagessen und Feiern zurück in die Kapelle.

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Weihnachten ohne Weihnachtsmann

„Die Kinder wissen gar nicht, was Weihnachten eigentlich bedeutet.“ Den Satz habe ich noch im Ohr, als ich mich mit einer Erzieherin von Ferdinands Kita-Gruppe unterhielt. Seit heute wissen die Kids, dass Weihnachten nicht der Weihnachtsmann kommt, sondern Jesus geboren wurde.

Und so ging es: Freitags macht die Kita-Gruppe häufig Ausflüge. Die Erzieherinnen erzählten uns zum Elternabend, dass sie dankbar für Ideen und Einladungen seien, gerade auch – wenn es sich anbietet – die Arbeitsstellen der Eltern zu besuchen. Nichts leichter als das, dachte ich, und wartete nur auf eine Gelegenheit, die Kids samt Erzieherinnen in unsere Kapelle einzuladen. Nach dem Gespräch mit der Erzieherin war mir klar, die Kinder müssen die Weihnachtsgeschichte erzählt bekommen, in unserer Gemeinde.

Hier zahlt sich das Kiez-Leben wirklich aus. Die Kita haben wir bewusst gewählt, weil sie relativ nah an der Kapelle ist. Mit unseren Freunden und der Kita-Leitung haben wir bereits vor Monaten arrangiert, dass unsere Söhne in die selbe Kita-Gruppe kommen. Das alles hat sich heute ausgezahlt. Unsere Jungs waren heute die Gastgeber ihrer Kita-Gruppe, und wir Eltern und Miniclub-Mitarbeiter haben einen tollen Adventsvormittag gestaltet, wo wiederum noch mehr Vernetzungen innerhalb des Stadtteils entdeckt wurden. (So ist z.B. eine Familie, die seit längerem Stammgäste im Gottesdienst sind, in der Kita in guter und positiver Erinnerung.)

Doch das beste ist: die Kinder wissen jetzt, dass Jesus zu Weihnachten Geburtstag hat, und haben neben einem Ohrwurm auch noch die Geschichte zum Nachlesen mit nach Hause genommen. Mal sehen, wen wir davon am Sonntag oder Heilig Abend wieder sehen. Gefallen hat es unseren Gästen. Und uns hat es richtig Spaß gemacht.

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