Tag 1: Routinen entwickeln

“Mama, Schule zu Hause ist viel besser.” Aus dem selben Mund höre ich wenig später lautes Schimpfen über Schule und Hausaufgaben. Die Konzentration beim Lernen lässt auch zu Hause am eigenen Schreibtisch nach und das schriftliche Subtrahieren hat es in sich.

Ich habe erst mal einen Hausaufgaben-Plan für meinen Viertklässler gemacht – und beneide ihn nicht. Nein, Ferien sind das nicht für ihn.

Trotzdem, der Tag war gut. Nach dem Frühstück endlich mal Zeit haben für das, was wirklich wichtig ist – gemeinsam die Bibel entdecken. Wir lernen mehr oder weniger regelmäßig Verse aus der Bibel, die wichtig sind, auswendig. Mir ist wichtig, dass meine Kinder sich diese Art von Schätze sammeln. Doch im normalen, hektischen Alltag geht das oft unter. Ich hoffe und bete, dass sie die Freude daran in den nächsten Tagen behalten.

Am Nachmittag fahre ich noch mal in die Schule, um Schulbücher für die Hausaufgaben zu holen. Ich treffe die Direktorin, wir beide scheinen die einzigen im ganzen Schulgebäude zu sein. Sie begegnet mir immer freundlich und zugewandt, wir reden über meinen Viertklässler, in dessen Klasse sie erst Vertretung hatte. Sie erzählt viel Gutes über ihn, das berührt mein Mutterherz. Manchmal muss man einfach von anderen hören, dass sich die eigenen Kinder gut entwickeln, gerade wenn man oft so (selbst-)kritisch ist.

Wofür ich heute dankbar bin:
– für unseren Inhouse-Schul-Start, der reibungslos verlief
– für das Trampolin, dass in unserem Garten steht dem Bewegungsdrang unserer Jungs gute Dienste leistet.
– für eine Schulleiterin, die mit Leidenschaft, Liebe und Kompetenz unsere Schule leitet

Tag 0: Bleibe furchtlos

Sind wir gut vorbereitet? Diese Frage stelle ich mir heute x mal. Ich weiß es nicht.
Worauf eigentlich?
Das Schlimmste, was mir einfällt, was uns als Kernfamilie passieren könnte, ist, wenn einer von uns in Quarantäne muss. Freunde von uns erleben das gerade – ich leide schon von der Ferne mit.

Wir haben den Luxus, dass wir nicht erst jetzt im Keller einen Raum für Vorräte aller Art angelegt haben. Daniel und ich sind beide im Osten aufgewachsen, waren ein paar Jahre in Afrika – wir haben gelernt vorzusorgen, zumindest in Maßen. Jetzt machen wir das ganze noch systematischer. Abgeguckt von einer Freundin habe ich eine Liste von mindestens 10 warmen Mahlzeiten gemacht, dessen Zutaten immer im Haus sein müssen – für 5 Personen. Dazu noch Frühstück und Abendessen – so Pi mal Daumen.

Weil das Thema bei uns schon abgehakt war, konnten wir uns heute der Vorsorge von unseren emotionalen Tanks widmen – d.h. Freizeitbeschäftigungen für die Kinder, kleine Annehmlichkeiten für uns alle, Gartenprojekte für die Jungs und Blumen für mich. Trotzdem sehe ich den nächsten 5 Schul- und Kitafreien Wochen mit einem gewissen Zaudern entgegen. Ich weiß, vielen Eltern geht es genau so, aber wir müssen da alle separat in unseren Familien durch.

Mein Leitspruch ist:

„When you can’t control what’s happening, challenge yourself to control the way you respond to what’s happening. That’s where the Power is.“

(Wenn du nicht kontrollieren kannst, was passiert, dann fordere dich selbst heraus, die Kontrolle darüber zu behalten, wie du darauf reagierst. Darin liegt Kraft.)

Gemeinsam mit unseren Kindern haben wir schon über die nächsten Tage und deren Abläufe gesprochen – nun ja, alle Theorie ist grau. Schon an Tag 1 werden wir kein gemeinsames Frühstück mit anschließender Familien-Bibel-Zeit wie geplant haben, weil Daniel eine Skype Konferenz mit seinen Kollegen in Kenia hat. Also werde ich die drei hungrige Jungsmäuler selbst stopfen und versuchen, nicht nur in meinem Herzen, sondern auch am Frühstückstisch Gott Raum zu geben und gehe mit diesem Gebet im Herzen ins Bett. Gott, du sollst in meiner Familie gerade in den nächsten Tagen der Regisseur sein.

21 Tage Water-only – Tag 21

Heute ist es soweit: 21 Tage water-only-Fasten sind vorbei. Was für ein Erlebnis. Die Reise war lang und beschwerlich. Innerlich frei, körperlich herausfordernd. Gleichzeitig Gottes Nähe gespürt und im Gebet Durchbrüche erzielt.

Ganz bewusst bin ich 1 Woche vor Beginn der “offiziellen” Fastenzeit (Aschermittwoch) gestartet: um andere motivieren zu können, um schon mal vor-zu-beten. Und das hat sich gelohnt. Gemeinsam mit einer schönen Gruppe fastet es sich leichter: man weiß voneinander, teilt Anliegen, ermutigt sich.

Heute dann stückweise Fasten-Brechen:

  1. Ein warmer Kräutertee morgens (Das erste warme Getränk seit 3 Wochen. Die Geschmacksexplosion auf der Zunge war unglaublich. Ungesüßt und trotzdem süß – Wahnsinn.)
  2. Eine warme Gemüsebrühe mittags als Kalorienvorschub für den Magen.
  3. Ein Apfel – traditionelles Fasten-Brechen am Nachmittag. Ein Highlight: Kribbeln im ganzen Oberkörper, man spürt förmlich die Glukose im Blut und Gehirn. Sofort lässt das Frieren nach, die Kälte muss weichen. Es ist schon erstaunlich, wie viel Energie und Schwung in einem kleinen Apfel steckt.

21 Tage Water-only – Tag 7

So langsam kommt die langersehnte Gewöhnung an die Fastenzeit. Das anfängliche Hungergefühl ist vollständig abgeklungen, Kopf- und Gliederschmerzen sind verschwunden. Der körperinterne Stoffwechsel ist offenbar umgestellt. Das sehe ich am deutlich geringeren täglichen Gewichtsverlust sichtbar. Aus den knapp 1kg pro Tag am Anfang wurden jetzt – je nach Aktivität – etwa 0,3 – 0,5 kg.

Dies ist auch das erste Water-only, was ich ohne Darmentleerung ausprobiere. Von Radikalkuren wie Glauber- oder Bittersalz habe ich noch nie viel gehalten, hatte mich eher für die sanftere Kochsalz-Methode entschieden (1 Liter Salzwasser innerhalb kurzer Zeit trinken – Toilette in der Nähe haben). Der Geschmack ist jedoch einfach nur widerlich und das Trinken nur mit hohem Willenseinsatz zu schaffen. So schwer wie es zu trinken ist, so schnell will der Körper das alles wieder loshaben.

Diesmal habe ich mich mit unterschiedlichen Ansichten dazu befasst und festgestellt, dass eine fehlende Darmentleerung nicht schädlich sei. Also probiere ich es aus.

Wichtiger als die Rahmenbedingungen ist eine kurzer Rückblick auf die geistliche Bedeutung. Hier ein paar Beobachtungen:

  • ich bin wacher – auch für das Reden Gottes, für Eindrücke
  • nehme Menschen aufmerksamer wahr (nicht nur die physische Erscheinung, habe auch schneller Eindrücke, was geistlich los ist)
  • Beten fällt leichter
  • beim Beten mehr geistlichen Durchblick
  • mehr Klarheit, schnellere Entscheidungen

21 Tage Water-Only – Tag 3

Diesmal habe ich auf die oft empfohlene Fasten-Vorbereitung (Koffein, Kalorien reduzieren) komplett verzichtet. Ist ein Test. Die ersten beiden Tage sind sowieso herausfordernd mit Kopfschmerzen, Trägheit und Hungergefühl. Und viel Wasser-Trinken. Und so war es auch.

Foto: Danke an Jean Fortunet / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/1.0)

Gleichzeitig ganz bewusst in der Stille und im Beten Gott suchen. Nicht vom Magenknurren irritieren lassen. Das ist normal – und das wird vergehen.
Es ist nicht einfach, in einem vollen Alltag eine Fastenzeit unterzubringen und den Alltag mit Gemeindedienst und Familie umzustellen. Beides läuft nahezu unverändert mit gleichem Kräftebedarf weiter. Aus den vorherigen Fasten-Erfahrungen weiß ich: in den ersten Tagen geht es einfach ums Durchkommen.

21 Tage Water-Only-Fasten

Fasten - nur WasserNach reichlicher Überlegung startet für mich heute eine besondere Fastenzeit. Direkt nach einer 2wöchigen 6-6 Fasten-Episode im Januar war klar, dass dieses Jahr in der Passionszeit ein nächster Schritt dran ist: ohne Essen, nur Wasser, 3 Wochen.
Ja, ich habe mich viel erkundigt und belesen, Vor- und Nachteile abgewogen. Habe gleichzeitig den Eindruck, dass Gott mich über ein selbstgesetztes Limit führen will, das bis jetzt bei 2 Wochen Water-Only liegt.

Wichtig beim Fasten ist mir: es geht nicht um Leistung oder Quälerei. Kern ist die Hingabe, Hingabe zu Gott, Hingabe in die Beziehung zu ihm. Darum faste ich. Um ihn zu hören und wahrzunehmen. Seine Stimme für mich persönlich, meine Familie und meine Gemeinde-Familie zu hören. Richtungsweisung, Eindrücke. Und auch um Durchbrüche. Ich bin davon überzeugt, dass Fasten geistliche Durchbrüche bewirkt. Mehrfach habe ich das in der Vergangenheit erlebt. Und so gehe ich auch diesmal mit einer guten Liste von Anliegen in die Fastenzeit.

Respekt habe ich davor: kenne die anfänglichen Kopfschmerzen, die Begleiterscheinungen der Stoffwechselumstellung, das Frieren, die körperliche Schwäche. Gleichzeitig aber auch die Leichtigkeit, Freiheit, Klarheit – darauf freue ich mich!

(Foto: Danke an Jean Fortunet / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/1.0))

Fearless Summit 2019

Zum Fearless-Summit habe ich eine ganz besondere Verbundenheit. Vor 10 Jahren hatte ich die Ehre, das erste Vorbereitungsteam zu leiten – und damit das erste Fearless-Summit überhaupt anzuschieben. (Hier und hier und hier haben wir darüber geschrieben.) Jetzt bin ich mega-begeistert, was daraus geworden ist: ein internationales Summit mit Top-Referenten, Praxisrelevanz, klasse medialer Präsenz und 1000+ Teilnehmenden aus Dutzend Ländern und fast allen Kontinenten – made by Mavuno und dem Fearless-Netzwerk.

Ganz unabhängig vom Content des Summits ist hier schon meine erste Leadership-Lesson:

“Don’t despise these small beginnings.”

Verachte nicht die kleinen Anfänge (Sacharja 4,10).

Hier der Trailer zum diesjährigen Summit. 

Alle weiteren Infos hier:
Fearless-Summit Homepage

Fearless-Summit Facebook

Hier ein paar Lieblings-Zitate:

 

 

 

Sehr schöner Beitrag zur Notunterkunft

Am 9. November haben wir gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Steglitz eine Notunterkunft eingerichtet. Hier schreiben sie darüber, wie es jetzt läuft.

Betten sind gemacht - die Gästen dürfen kommen.
Betten sind gemacht – die Gästen dürfen kommen.

Mit 13 Personen konnten wir den ehrenamtlichen Helfern zur Hand gehen, innerhalb von 6 Stunden war es geschafft. Weit nach Mitternacht reisten die ersten Flüchtlinge an. Das waren bewegende Szenen. Schön, dass wir helfen konnten. Jetzt gilt es, den guten Standard der Unterkunft aufrecht zu erhalten. Hier gibt es weitere Informationen.

Auftanken

Da sind wir wieder – zu unserem jährlichen Staff Retreat (Mitarbeiterklausur), unter der Sonne Kenias, dem deutschen Nieselregen-Winter entflohen. Wir sind nun schon das 7. Mal dabei und gehören zu den alten Hasen. Man könnte meinen, es wäre immer das selbe. Input – Begegnung – Spaß und viel Essen. Gewöhnlich sage ich mit einem verschmitzten Lächeln, dass ich nur wegen den Mangos, dem Mangosaft und der Sonne herkomme. Das versteht man nur, wenn man Winter in Deutschland kennt und auch die Mangos vom Aldi. Warum sind mir diese drei Tage einmal im Jahr so wichtig:

* Ich höre und erlebe was in der Mavuno-Familie passiert. Mittlerweile sind aus 11 Nationen Menschen hier, so weit schaue ich gewöhnlich nicht über den Tellerrand. Mavuno ist nicht nur in Kenia, Mavuno-Gemeinden gibt es in Kampala, Kigali, Lusaka, Blantyre. Und wahrscheinlich auch bald in irgendwo in Burundi und Äthiopien. Ja, es lohnt sich tatsächlich eine Afrika-Landkarte zu kaufen. 😉

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* Ich werde auf eine Weise ermutigt, die ich in Deutschland bisher wenig erfahren habe. Dieser Moment, wo wir als Berliner Pastoren von unseren glücklichen Momenten und unseren Herausforderungen erzählen und dann sich unsere anderen Gemeindegründer-Kollegen um uns herum stellen und den Himmel bestürmen, dass Gott sich selbst in Berlin zeigt. Mir treibt es die Tränen in die Augen (diesmal nicht vom herumfliegenden Staub), wenn Linda und Njoroge den Himmel auf die Erde herab beten. Und ich verliere einen Moment später noch mal meine Fassung, als Kevin die Mavuno-Familie auffordert, eine “Saat” in Berlin zu pflanzen indem sie spontan, Geld sammeln, als Startkapital, damit wir unser Gemeinde-Nachbargrundstück kaufen können.

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* Ich bekomme den Focus wieder in den Blick – wozu wir tun, was wir tun. Klar, die Vision hat sich nicht geändert, aber der Alltag, die vielen Details, die großen und kleinen Herausforderungen machen müde. Hier – mit ca. 6000 km Abstand kann man das große Ziel wieder besser sehen.

* Gott reden hören. Gott gemeinsam erleben. Die Tage sind straff durchgeplant, es wird wenig dem Zufall überlassen – doch wenn Gott eincheckt, dann überlassen wir ihm die Kontrolle – und die Zeitplanung. Ich liebe diese Kombination, planen – und Gott trotzdem wirken lassen. Die Teepause am Vormittag fällt aus, weil wir gerade spüren, wie Gott uns etwas deutlich macht. Stattdessen sinken wir auf die Knie, bekennen Gott unsere Sünden, persönlich und als Gruppe.

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* Ich treffe furchtlose Gotteskinder. Z.B. Christine. Ihre jüngste Tochter ist gerade zwei Monate alt. Vor wenigen Tagen ist sie erst nach Kenia umgezogen mit ihrer Familie. Noch kennt sie niemanden und sie fühlt sich etwas unsicher. Wie wird das nächste Jahr für sie, ihren Mann und ihre zwei anderen Kinder werden? Auf ein besseres Leben hofft sie hier in Kenia nicht. In Uganda ging es ihr gut. Richtig gut. Finanziell gut abgesichert, tolle Jobs, tolles Haus. Und jetzt? Nun lebt sie von dem, was Freunde ihr spenden, damit sie als Praktikantin mit ihrem Mann in Mavuno lernen und Arbeiten kann. Sie ist nicht die einzige, die so furchtlos ist. Florence mit Frau und zwei kleinen Töchtern kam von Burindi hierher. Er hat seinen Job bei der UN an den Nagel gehängt, um in Mavuno zu lernen.

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*Überrascht werden. Wir ahnten es schon, als wir sein Namensschild am Eingang auf der Tisch liegen sahen. Doch als wir ihn dann abends 23.00 Uhr im Hotel leibhaftig sahen, waren wir doch etwas perplex. Nach 30 Stunden Flugreise stand Boogy vor uns. Von Kalifornien bis nach Kenia ist er gekommen, um das zu erleben, wovon wir ihm immer wieder die Ohren voll geschwärmt haben.

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Mehr 2015

Entdeckt habe ich diese Konferenz zufällig. Ich hatte vom Gebetshaus Augsburg gehört, darauf hin mir die Webseite angeschaut und MEHR dabei entdeckt. Gebetskonferenz wurde sie betitelt. Ich war sehr gespannt, wie eine Konferenz rund ums Gebet konzipiert sein würde. Welche und wie viel Leute nehmen sich gleich zu Beginn eines neuen Jahres Zeit und Urlaub – nur fürs Gebet?

Mit zwei Freunden von Mavuno Berlin machte mich auf die lange Reise ins Schwabenland – und wurde beschenkt, überrascht, von Gott berührt und inspiriert.

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Hier ein paar persönliche Eindrücke aus der Konferenz:

Kein Platz
Erstaunt und bewegt bin ich immer noch, dass eine Konferenzhalle mit 4000 Sitzplätzen nicht ausreicht, um alle Interessierten unterzupringen. Hier gibt es buchstäblich einen großen Hunger nach Mehr. Platzmangel macht nix, dann wird sich eben auf dem Boden gesetzt. Beim Lobpreis wird sowieso gestanden.

Große Vielfalt
Ebenfalls erstaunt hat mich die große Vielfalt an unterschiedlichen Menschen. vom Säugling bis zum Rentner waren alle vertreten, auch Jungendliche waren dabei. Katholiken, Protestanten, Freikirchler – alle beteten miteinander Gott an.

Anbetung nonstop
Welche Rolle spielt das Beten an sich auf dieser Konferenz? Drüber reden bzw. etwas hören – ist die eine Seite, das Praktizieren die andere – oft, aber nicht hier. Morgens 8.00 Uhr begann der Tag mit Anbetung und endete um Mitternacht. Wenn nicht in der Konferenzhalle referiert wurde, wurde Gott angebetet. Immer war mindestens ein Musiker, meist jedoch eine Band auf der Bühne, die Gott durch ihre Lieder und singenden Gebeten anbeteten. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Halle ein Ort des Gebetes sein soll und Gespräche anderswo geführt werden können. Eine Zumutung? Nein. Eine Rückbesinnung, worum es wirklich geht: Gott anzubeten und ihm zu begegnen. Und genau an dieser Stelle spürt man das Anliegen und die Aufgabe des Gebetshauses. Und darin liegt die große Stärke der Konferenz und der Unterschied zu anderen christlichen Konferenzen. Gott bleibt im Mittelpunkt, nicht das Reden und der Austausch über Gott. Vielleicht ist das aus der Grund, warum diese Konferenz innerhalb von 8 Jahren von 300 Teilnehmer auf über 4000 gewachsen ist – und das mitten in Deutschland?

Hunger nach einer Berührung von Gott
Wie groß die Sehnsucht nach einer persönlichen Berührung Gottes ist, hat sich auch in folgendem gezeigt: Es wurde von der Bühne bekannt gegeben, dass es ein Gebetsteam von 60 Leute gibt, die jeweils in Zweierteams für persönliche Gebete und Segnungen zur Verfügung stehen. Wer für sich beten lassen möchte, musste vorher jedoch eine der begehrten Wartemarken ziehen – wenn man Glück hatte, bekam man auch eine. Der Ansturm auf dieses Angebot war immens. Alls ex-DDR-Bürger dachte ich, es gäbe Bananen. Aber nein, es gab einfach nur Gebet bzw. die Wartemarken dafür. Ich reihte mich geduldig mit ein und hatte das Glück, eine Marke zu ergattern, damit ich mich später wieder in anstellen konnte, damit für mich gebetet wurde.

In meinen Augen ist diese Konferenz zukunftsweisend, da sie Generationen und Konfessionen in einer Leichtigkeit zusammenbringt, die mich tief beeindruckt. Diese Vielfalt drückte sich auch in den Referenten aus. Ob ein östereichischer katholischer Mönch, der die päpstliche Hochschule in Wien leitet, ein freikirchlicher Uni-Direktor aus Kansas City oder der messianischen Jude, der in Tell Aviv ein Gebetshaus leitet – jeder war von Gott begeistert, was er tut. Das steckt an. Auf der Mehr20015 wurde Einheit des Leibes Christi praktiziert und das hat Gott gesegnet. Für mich ist das ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel.

Wer die Vorträge zu dieser Konferenz nach hören will, was ich nur empfehlen kann, hier sind die Links:

Johannes Hartl: Anfang der Weisheit

Johannes Hartl: Mit offenen Händen (Teil 1)

Johannes Hartl: Mit offenen Händen (Teil 2)

Karl Wallner: Frisch verliebt in Gott

Johannes Hartl: Das duftende Öl

Johannes Hartl: Der Masterplan (Teil 1)

Johannes Hartl: Der Masterplan (Teil 2)

Allan Hood: Bis jede Nation singt

Avi Mizrchari: Aaronitischer Segen

Johannes Hartl: Der Ruf

Johannes Hartl: Schritte zur Transformation