Wenn eine Gemeinde fastet und betet…

… dann kann sie was erleben. Vergangene Woche haben wir als Gemeinde vier Tage lang uns Zeit zum Beten und Fasten genommen. Am Dienstag-, Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagmorgen trafen wir uns schon 7.00 Uhr morgens (!) in unserer Kapelle zum Gebet, für Berliner eine absolute Unzeit. Neben dem reduzierten Schlaf gab es auch noch weniger oder gar nichts zu essen, zumindest wer sich für das Fasten entschied. Diese Tage waren also besonders herausfordernd.

Für uns persönlich war es noch doppelt anstrengend, denn Daniel leitete nicht nur die Morgenandachten in der Kapelle, sondern hatte ausnahmsweise an jeden dieser Tage noch wichtige und lange Abendmeetings. Außerdem ist ein großer Teil des amerikanischen Teams diese Woche angekommen – die Alltagsroutine, war also endgültig ausgesetzt. Wir rechneten damit, am Wochenende so richtig erschöpft zu sein.

Gott überraschte uns jedoch – nicht nur einmal.
1. Der erwartete Erschöpfungszustand trat nicht am Samstag oder Sonntagmorgen ein.
2. Wir haben in der Woche mehr fertig bekommen als erhofft, die Arbeit auf dem Schreibtisch reduzierte sich auf wundersame Weise.
3. Und das ist der absolute Höhepunkt: Wir hatten die höchste Gottesdienstbesucherzahl, seit wir sie zählen und einen Gottesdienst, der rund um gelungen war. Ein Lobpreis, der ins Herz ging, eine Moderation, die humorvoll und gleichzeitig tiefgründig war und eine Predigt, die noch lange in uns nachklingt.

Wir haben ein wenig verzichtet und sind reich beschenkt worden. Danke, Gott.

Nicht vergleichen

Bevor wir letzten Monat nach Kalifornien reisten, fragte uns jemand, ob es überhaupt sinnvoll sei, sich so eine große Gemeinde (ca. 7000 Gottesdienstbesucher in 3 Lokalitäten, 150 vollzeitliche Mitarbeiter) anzuschauen, da wir doch vieeeel kleiner sind und bei uns alles anders ist.

Wir sagen: auf jeden Fall! Wir wollten wissen, wie diese Gemeinde in den letzten 25 Jahren von ca. 200 Leuten auf diese Größe gewachsen ist, welche Schritte die Leiter unternommen haben, welche Schwerpunkte sie gelegt haben und welche Tipps sie für uns haben. In einem 2,5 Gespräch mit dem Seniorpastor haben wir mehr Einsichten über uns als Leiter gewonnen, als wir in 10 Büchern hätten lesen können. Doch eine der wichtigsten Wahrheiten haben wir fast nebenbei mitbekommen in einer 10 minütigen Kurzpredigt auf einer Konferenz in Kalifornien:

    Vergleiche deine Anfänge nicht mit dem Fortschritt von anderen.

Das heißt, deine ersten Versuche, die du in irgendeinem Bereich deines Lebens unternimmst, kannst du nicht vergleichen mit jemand, der das schon jahrelang macht.

  • Ein Schulanfänger liest die Fibel – und nicht Goethes Faust.
  • Als Ferdinand laufen lernte waren wir und er über jeden Schritt stolz, den er ohne zu fallen gelaufen ist. Wir haben ihn nicht gleich auf eine Wandertour mit genommen (obwohl das seinem Vater Spaß gemacht hätte:-) )
  • Wer das erste Mal Leitungsverantwortung in einem Bereich der Gemeinde übernimmt wird das anders anpacken wie jemand, der das schon über viele Jahre macht.
  • Uns macht diese Einsicht Mut. Wir dürfen stolpern, hinfallen, aufstehen, weiter ausprobieren. – Wir sind ja erst am Anfang von dem, was Gott mit uns in Berlin vor hat.

    Ihre Exzellenz …

    Am Dienstag hatten wir ausgesprochen hohen Besuch in unserer Kapelle: der Amerikanische Botschafter samt Gattin beehrten uns für eine halbe Stunde. – Das war für uns richtig aufregend. Mit so hochrangigen Politikern verkehren wir sonst (noch?) nicht, darum mussten wir uns erst mal schlau machen, was man bei so hohen Besuch beachten muss:

  • Schwarzen Anzug und Krawatte tragen
  • Den Botschafter mit „Ihre Exzellenz“ ansprechen
  • Blumen für die Frau kaufen
  • Freundlich, offen aber nicht plump sein

    Und so war es dann wirklich:

  • Sein Sicherheitsdienst kam eine viertel Stunde vorher – mit Anzug, Krawatte und Knopf im Ohr.
  • Der Botschafter kam mit offenen Armen und breitem Lächeln auf uns zu.
  • Seine Frau stellte sich gleich mit Vornamen vor.
  • Die Amerikaner waren wesentlich entspannter als wir Deutschen.
  • Eingefädelt hatte das ganze jemand aus unserer Gemeinde, der mit der Geschichte unserer Kapelle bestens vertraut ist. Die wurde nämlich 1947 als erstes Kirchengebäude der Amerikaner auf deutschem Boden erbaut. Bis 1994 wurde sie von der US-Armee für Gottesdienste und Hochzeiten genutzt. – Wir befinden uns also auf geschichtsträchtigen Boden!

    Drei Wochen ohne

    Gestern waren die drei Wochen vorbei. Es war gar nicht so schlimm, wir hatten uns (fast) daran gewöhnt, dass wir tagsüber nichts essen und nur eine Abendmahlzeit haben. – Ich schreibe von unserer Fastenzeit.

    Gemeinsam mit unseren Kollegen in Kenia – die übrigens noch länger fasten – nutzen wir den Jahresanfang, um all die Herausforderungen, die uns in der Gemeinde aber auch privat bevorstehen, intensiv im Gebet vor Gott zu bringen. Hatten wir Lust dazu? – Ehrlich gesagt, nein. Sind wir davon überzeugt, dass es richtig ist? – Auf jeden Fall.

    Also gut, wir haben eine Liste, mit Gebetsanliegen, die während der Zeit noch länger wurde, geschrieben. Uns hilft das, motiviert zu bleiben. Als zweiten Schritt, haben wir unsere Freunde aus der Gemeinde gebeten, ob sie uns beim Fasten unterstützen wollen. Wir waren wahrscheinlich mehr überrascht als sie, denn ALLE, die wir fragten, haben mit gefastet. Da wir keinen überfordern wollten, erstellten wir einen Fastenkalender, wo sich jeder mit Datum eintragen konnte, wann und wie lang er mit uns mit fastete. Schon das allein war eine geniale Erfahrung.

    Simone meinte nach dem ersten Fastentag: „Ach, ich ziehe das jetzt durch und faste mit euch bis zum Schluss mit.“ – Das waren noch über 2 Wochen.
    Sven erzählte uns: „Am Anfang stand das wie ein riesiger Berg vor mir, aber dann habe ich gemerkt, das geht tatsächlich.“ Sven hatte bis dahin noch nie gefastet und gleich 10 Tage überhaupt nichts gegessen. (Er lebt immer noch. 🙂 )
    Andrea (hatte bis dahin auch noch nicht gefastet):“ Mein Magen sagte mir immer, dass ich Hunger habe, aber eigentlich ist es nur Appetit. Irgendwann gewöhnt man sich daran und hört nicht mehr hin.“

    Wir sind von soviel Unterstützung begeistert und haben auch deswegen die drei Wochen wirklich gut durchgehalten. Danke, Gott, für so tolle Freunde!

    Auf Dienstreise

    Zwischen im Indischen Ozean baden (bei 30°C) und einem Schneemann bauen vor der Haustür bei gefühlten zu niedrigen Temperaturen liegen gerade mal 5 Tage und mindestens eine Welt. Nein, wir haben nicht in Kenia Urlaub gemacht, es war eine geplante Dienstreise zum alljährlichen Staffretreat von Mavuno. Nun frage ich mich etwas nervös, was ich den Rest des Jahres mache, wenn der Höhepunkt schon im Januar war…

    Jeder von uns dreien verarbeitet dieses kurze Eintauchen in eine andere Welt und das wieder herausgerissen sein anders:
    Ferdinand hat bis jetzt noch nicht verarbeitet, dass die Kamele, die am Strand auf Kunden warteten, tatsächlich in den Sand gekackt haben, und erzählt seit über einer Wochen jeden Tag: „Kamel A A. Stinkt!“ Daniel versöhnt sich mit dem deutschen Wetter, in dem er einen Schneemann baut. Und ich koche Mangomarmelade – der klägliche Versuch, Kenias angenehme Seiten irgendwie zu konservieren. Und dann beobachten wir noch einen ungebetenen, kenianischen Gast, den wir unabsichtlich verschleppt haben.Eine Mini-Krappe hat in einer Muschel in der Tupperdose eine 7000 km Reise überlebt und kommt beim Waschen der Muscheln zum Vorschein. Willkommen in Deutschland!

    Und das waren die Higlights des Staffretreats:

  • Ein Team von insgesamt 11 Deutschen (inklusive Babysitter für Ferdinand) war mit dabei – so viel Weiße waren noch nie dabei! 🙂
  • Ruth und Rolf. Die beiden haben von uns gelesen, wollten uns in Berlin besuchen, wir haben sie nach Kenia eingeladen – sie sind spontan mitgekommen – und waren begeistert. Wir haben uns dort das erste Mal live gesehen. So was kann nur Gott.
  • Mavunos Vision. Immer wieder faszinierend, motivierend, herausfordernd. Wir wollen tatsächlich die Welt verändern – und reden nicht nur darüber, sondern werden konkret.
  • Der Impact. Mit Tiefgang, mit sämtlichen Emotionen und viel Humor.
  • Unser mitgereistes, deutsches Team:

    Ferdinand macht Urlaub, während seine Eltern arbeiten:

    Klimawechsel-Bewältigungsversuch: Schneemann bauen

    Danke Mavuno. Ich motiviert und gesegnet nach Hause gereist.

    City to City Europe

    Aus 26 europäischen Ländern und über 100 Städten sind die Teilnehmer dieser Konferenz angereist. Die meisten der ca. 450 Teilnehmer sind Gemeindegründer. Hauptreferent ist Tim Keller, der Begründer der Redeemer Church in New York, Manhatten.

    Wir haben den großen Vorteil, dass diese Konferenz quasi vor unserer Haustür in Berlin stattfindet und lassen uns 3 Tage lang motivieren und inspirieren. Schon allein, dass die Konferenzsprache Englisch ist und deutsche Teilnehmer in der Minderheit sind, lassen internationales Flair aufkommen – ein angenehmer Gegenpol zu unserem sonst deutschen Alltag.

    Hier einer der Takeouts, von Tim Kellers Vortrag, der uns zu weiteren Gedankengängen angeregt hat.
    Folgende Aspekte machen eine lebendige und für die Gesellschaft relevante Gemeinde in einer Stadt aus:

    1. Die Gemeinde liebt ihre Stadt.
    2. Die Gemeinde achtet und respektiert urbane Sensibilität (Sicherheit, Sprache, Privatsphäre…).
    3. Die Gemeinde spiegelt die kulturellen (ethnischen) Unterschiede der Stadt wieder.
    4. Die Gemeinde wertschätzt ihre Nachbarschaft und ist diakonisch engagiert.
    5. Die Gemeinde fördert die Integration von Glaube und Arbeit.
    6. Die Gemeinde evangelisiert auf verschiedenen Ebenen in ihrem Umfeld.
    7. Die Gottesdienste bzw. Predigten sind sowohl für Christen als auch für Nichtchristen relevant und verständlich.
    8. Die Gemeinde wertschätzt Künste.

    Vielleicht klingt das nicht spektakulär, doch die Umsetzung der Punkte hat es in sich. Wenn wir nur die Hälfte davon ernst nehmen, würde vielerorts richtig was in Bewegung kommen.

    Viel Nichts

    Ein Urlaub sollte zu allererst erholsam sein. Für uns heißt das zu allererst Ruhe, wenig Menschen, viel Weite und Natur und auch Inspiration, sprich, was fürs Herz. Naja, und familienfreundlich sollte das ganze auch noch sein, oder sollen wir sagen ferdinandfreundlich.

    Auf Rügen finden wir in diesen Tagen vieles von all dem. Vor allem in der Nachsaison. Manches von dem genannten gibt es so gar ein bisschen zu viel.
    Zum Beispiel Wind. Laut Wetterdienst ist die gefühlte Temperatur auf der Insel zeitweise bei 2°C. – Ach, doch so hoch? 😉

    Am Strand sammeln sich ungefähr unendlich viele Steine. Die sind nicht zu viel. Zum ins Wasser werfen brauchen Vater und Sohn eine gehörige Auswahl an großen, kleinen, flachen und runden.

    Und dann gibt es noch laut Internet eine doch stattliche Anzahl an Kunsthandwerken – das Eldorado jeder Frau die handgemachte, geschmackvolle Kreativität liebt und stundenlang in diesen Werkstätten und Lädchen schnuppern, gucken, staunen und wenn es gar nicht anders geht vielleicht auch kaufen möchte. Für die Männer: Frauen brauchen das gelegentlich für ihr seelisches Gleichgewicht. Nicht verstehen, einfach akzeptieren!

    Ich stellte beflissentlich eine Liste von möglichen Inspriationsquellen meiner kreativen Ader zusammen, im 11. Ehejahr muss ich meinen Mann nicht argumentativ von dem Warum und Wieso überzeugen – so lange er hinterm Lenkrad sitzen und seine Familie eigenhändig chauffieren darf, ist die Sache geritzt. Erstes Ausflugsziel: Sassnitz. Tolle historische Altstadt. Im Visier habe ich eine Silberschmuckschmiede. An der Tür lesen wir handgeschrieben: Meine Kernzeiten: 11.00 Uhr -17.00 Uhr. Es war 13.37 Uhr, aber keiner war da. In unmittelbarer Nachbarschaft beherbergte ein historisches Gebäude ein offenes Atelier – mit der unmissverständlichen Nachricht im Schaufenster: „Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr wieder geöffnet“. Der Laden direkt daneben, welcher meine Aufmerksamkeit auf sich zog, veröffentlichte erst gar keine Öffnungszeiten. Selbiges begegnete mir in dieser Hafenstadt noch mehrmals.

    Sellin. Töpfereigeschäft. „Öffnungszeiten: Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr Außer dienstags, da bin ich auf dem Markt“ Ich stand am Mittwoch 15.04 Uhr vor verschlossener Tür.

    Wiek. Nachmittags zwischen 15.00 und 16.00 Uhr. Ich frage jemand Einheimischen, ob es hier (in diesem Touristenhochburg-Badedorf) ein nettes Cafe gäbe. die Antwort: „Nö, die haben alle geschlossen.“ Auf unserer Rückfahrt passieren wir noch eine von außen sehr ansprechendes Kunstatelier mit großem Schild „geschlossen“.

    Wir als Familie folgen nun dem sehr einschlägigen Trend. Vorgestern standen wir vor unserer eigenen Ferienwohnungstür, die geschlossen war – und der Schlüssel steckte innen. Welch eine Freude und Erleichterung machte sich breit, als der Schlüsseldienst kam. Nicht, dass wir unbedingt wieder in unsere Ferienwohnung wollten, obwohl es gefühlte Windstärke 10 war. Nein, endlich war mal was los! Menschen tauchten auf, die Bohrmaschine wurde ausgepackt und das Schloss aufgebohrt. Genial! Unser Sohn war begeistert, sein Vater auch. Und ich habe die Kunst des Schlösserknackens kennengelernt. Das nenne ich Familienurlaub.Vielleicht sollten wir das noch mal wiederholen!

    Neu gestartet

    Fast doppelt so viele Gottesdienstbesucher als gewöhnlich, davon Menschen von 5 Kontinenten, eine Band die letzten Woche erst entstand, aber gespielt hat, als würde sie schon Monate gemeinsam Musik machen, coole Deko, eine gute Stimmung, leckeres Essen und dann noch das passende Wetter dazu – das ist die Bilanz von unserem Restart-Gottesdienst am 11.9.

    Dabei haben sich viele aus der Gemeinde richtig ins Zeug gelegt:
    – kurzfristig haben wir noch 2 Baueinsätze vorher angesetzt, um unsere Kapelle schöner zu machen
    – unser kenianischer Chef Kyama brachte noch 2 Männer von Mavuno zur Unterstützung mit, die die Zeit für intensives Gebet nutzten und sich viele Namen aufschrieben, um für die Leute zu beten
    – Ole hat extra für den Gottesdienst einen Teil seines Familientreffens sausen lassen und sich am Sonntag 5.00 Uhr in den Zug gesetzt, damit er rechtzeitig für die Gottesdienstmoderation da ist

    Das sind nur Auszüge von dem, was am Wochenende hier in Bewegung war.

    Auch wir persönlich haben für die Vorbereitungen tolle Unterstützung gehabt:
    – So wurde unser Sohn am Samstag von seinen Großeltern in den Berliner Zoo „entführt“, damit seine Eltern noch weiter vorbereiten können.
    – 2 Frauen aus der Gemeinde haben für uns und unsere kenianischen Gäste letzte Woche gekocht und das Essen sogar angeliefert. Wenn das mal kein Service ist!
    – Wir wissen, dass viele unserer Freunde wie die Weltmeister gebetet haben.

    Hier ein paar bildhafte Eindrücke:


    Vielen Dank Euch allen. Und: weiter so, denn das war erst der Anfang. Jetzt geht es erst mal richtig los.

    Der Countdown läuft

    Noch 5 Tage, dann ist es soweit. Am 11.9. 11.00 Uhr werden wir ein neues Kapitel einer Gemeinde aufschlagen, die tatsächlich das Wagnis eingeht, nach Mavuno-Vorbild in Deutschland Gemeinde zu bauen.

    Ein wichtiges Element dabei ist natürlich die Musik. Wir sind international besetzt, haben einen brasilianisch-amerikanischen Lobpreisleiter, der auch noch deutsch spricht, einen Australier, der neben dem Didgeridoo auch noch Bass, Gitarre und Piano spielen kann, ein Schlagzeuger, der eigentlich aus der Schweiz kommt, aber jetzt Berliner ist. Außerdem haben auch noch einen der besten Tontechniker Berlins gewinnen können – nicht nur für den 11.9. selbst sondern für unsere Gemeinde. Letzte Woche hat er mit seiner Familie zugesagt, sich auf das Wagnis Neustart mit uns ein zulassen.
    Als ich heute bei der Bandprobe vorbei schaute, lief mir es mir mehrmals den Rücken warm und kalt herunter. 8 Menschen sah ich vor mir – das sind 8 handfeste Gebetserhörungen. Für jeden einzelnen haben wir intensiv gebetet, und nun sind sie mit Feuer und Leidenschaft dabei. Schade, dass es eigentlich keine Dankopfer mehr gibt, wie zu alttestamentlichen Zeiten. Ich hätte gern ein Schaf geschlachtet. Dann lassen wir jetzt eben die Sau raus.;-)


    Ein Mann spart tausend Bücher…

    … die doch nicht die Antworten geben, die man braucht. Weil wir für unseren Neustart als Gemeinde ungefähr 1000 offene Fragen haben und kaum gescheite Antworten, war die Stippvisite von Oscar Muriu vor ein paar Tagen umso wertvoller.
    Er hat sich extra ein paar Tage frei gemacht und wollte sich vor Ort hier in Berlin ein Bild von uns und der Gemeinde machen. Wenn man bedenkt, dass er mindestens genauso viel zu tun hat wie Obama ;-), ist das für uns eine große Ehre gewesen. Das was uns in Kenia nie gelungen ist, haben wir jetzt nachgeholt: Oscar saß auf unserem Sofa und wir haben ihn mit Fragen bombardiert. Im Gegenzug bekam er original kenianischen Tee, eine Currywurst direkt vorm Brandenburger Tor und lernte unser Team kennen.

    Sein Fazit nach 3 Tagen bei uns: Ihr seid sehr herausgefordert, aber ihr habt auch ein sehr motiviertes Team.

    Und das sind nur ein paar von unseren derzeitigen Herausforderungen:

  • Die Einladungsflyer für unseren Restart-Gottesdienst am 11.9. sind immer noch in der Mache. Das Layout steht nicht fest – wir können froh sein, wenn sie noch rechtzeitig gedruckt werden.
  • Unser Lobpreisleiter wird erst kurz vorher nach Deutschland kommen und mit einer Band zusammen spielen, die er nicht kennt. Er ist brasilianischer Amerikaner, unsere Band 100% deutsch. – Ob das gut geht? 🙂
  • Wer macht eine ansprechende Gottesdienstmoderation? Unser Favorit tummelt sich an dem Tag auf einem Familientreffen. – Wir finden ja solche Treffen völlig überflüssig. 🙂
  • Wie bereitet man eine Gemeinde, deren Durchschnittsalter bei ca. 65 Jahren liegt auf die von nun an laute und moderne Musik vor? Hat jemand Ideen?
  • Wie dekoriert man eine amerikanische Militärkapelle auf afrikanisch?
  • Wo werden die Snacks verkauft, wenn es regnet?