Nicht vergleichen

Bevor wir letzten Monat nach Kalifornien reisten, fragte uns jemand, ob es überhaupt sinnvoll sei, sich so eine große Gemeinde (ca. 7000 Gottesdienstbesucher in 3 Lokalitäten, 150 vollzeitliche Mitarbeiter) anzuschauen, da wir doch vieeeel kleiner sind und bei uns alles anders ist.

Wir sagen: auf jeden Fall! Wir wollten wissen, wie diese Gemeinde in den letzten 25 Jahren von ca. 200 Leuten auf diese Größe gewachsen ist, welche Schritte die Leiter unternommen haben, welche Schwerpunkte sie gelegt haben und welche Tipps sie für uns haben. In einem 2,5 Gespräch mit dem Seniorpastor haben wir mehr Einsichten über uns als Leiter gewonnen, als wir in 10 Büchern hätten lesen können. Doch eine der wichtigsten Wahrheiten haben wir fast nebenbei mitbekommen in einer 10 minütigen Kurzpredigt auf einer Konferenz in Kalifornien:

    Vergleiche deine Anfänge nicht mit dem Fortschritt von anderen.

Das heißt, deine ersten Versuche, die du in irgendeinem Bereich deines Lebens unternimmst, kannst du nicht vergleichen mit jemand, der das schon jahrelang macht.

  • Ein Schulanfänger liest die Fibel – und nicht Goethes Faust.
  • Als Ferdinand laufen lernte waren wir und er über jeden Schritt stolz, den er ohne zu fallen gelaufen ist. Wir haben ihn nicht gleich auf eine Wandertour mit genommen (obwohl das seinem Vater Spaß gemacht hätte:-) )
  • Wer das erste Mal Leitungsverantwortung in einem Bereich der Gemeinde übernimmt wird das anders anpacken wie jemand, der das schon über viele Jahre macht.
  • Uns macht diese Einsicht Mut. Wir dürfen stolpern, hinfallen, aufstehen, weiter ausprobieren. – Wir sind ja erst am Anfang von dem, was Gott mit uns in Berlin vor hat.

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