Nairobi Update Donnerstag

Heute soll im Uhuru-Park im Stadtzentrum Nairobis die Grossdemonstration der Opposition stattfinden. Hier am Stadtrand bekommen wir derzeit wenig davon mit – ausser, dass kaum Autos in Richtung Stadt fahren.

In unserer Umgebung sieht es so aus: Kinder spielen Fussball (Schulen geschlossen), Supermarkt geoeffnet (wenn auch nur das halbe Tor) – drinnen ruhig und in den Regalen stellenweise gähnende Leere. Wir haben unseren Monatseinkauf diesmal wohlweisslich gleich am 1. Januar gemacht – so haben wir ziemlich alles bekommen. An den Geldautomaten steht man Schlange, wenn man nicht gleich früh am Morgen dort war.
Auf einen Bus habe ich vergebens gewartet, dafür fahren einige Matatus. Heute früh konnte ich frisches Brot kaufen, d.h. die Bäckereien arbeiten und die Zulieferer fahren es aus (zu uns kommt es per Fahrrad.)

Die Massnahmen der Kirchenleiter fangen auch an zu greifen. Sie sind oft im Fernsehen zu sehen und rufen zu Frieden, Gebet und Mitmenschlichkeit auf. In den Radiosendern die gleiche Nachricht. Die meisten hier wollen einfach keinen Bürgerkrieg, bisher haben sie friedlich miteinander gelebt. Das soll auch so weitergehen.

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