Mavuno News 08 | 25.03.2020

Durch die Mauvno Family bekommen wir einen guten Einblick in die Lage in anderen Ländern. Während allein in Berlin die Anzahl der Intensiv-Pflegebetten in diesen Tagen um 700-800 aufgestockt wird, sieht es in Afrika ganz anders aus.

Hier ein kurzer Vergleich:

  • Deutschland: etwa 28.000 Intensive-Pflegebetten auf 1200 Stationen
  • Kenia: 400 ICU Betten (Das Land gilt in Afrika als hoch entwickelt und gut versorgt)
  • Äthiopien: 5 ICU Betten

Ähnlich sieht es ingesamt bei den Krankenhausbetten aus:

Betten pro 1000 Einwochner:

  • Deutschland: 8,3
  • Kenia: 1,4
  • Äthiopien: 0,3

In einer Krise werden Zustände offenbar, an die man sich sonst leider längst gewöhnt hat. Hier ist eine riesige Chance (und Aufgabe) für die Zukunft, die Welt besser zu gestalten!

#stayfearless

#beafearlessinfluencer

#fearlessinfluencer

Dürre am Horn von AfrikaDrought in East-Africa

In den letzen Tagen erreichten und immer wieder Anfrage, wie wir denn von Deutschland aus angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika etwas tun können.

Hier sind zwei empfehlenswerte Möglichkeiten:

1 DIGUNA

Das deutsche Missionswerk arbeitet seit Jahrzehnten in Ostafrika, wir selbst haben für etwa zwei Jahre auf deren Missionsstation in Nairobi gelebt. Daher kennen wir Arbeit, Mitarbeiter und Motivation recht gut. DIGUNA fährt derzeit Lebensmitteltransporte in die betroffene Region. Hier können wir Euch versichern, dass jeder Cent ankommt. Mehr Informationen und Onlinespendenmöglichkeit auf der Website von DIGUNA.

2 Kindernothilfe

Gemeinsam mit humedica Ärzteteam leistet die Kindernothilfe Soforthilfe und versorgt etwa 12.000 Kinder und Erwachsene im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet. Das Spendensiegel des DZI versichert den vertrauenswürdigen Umgang mit Spendengeldern. Weitere Informationen und Onlinespendenmöglichkeit auf Website der Kindernothilfe.During the last days and weeks people kept asking us, how we can help facing the drought in East-Africa.

Here are two recommended options:

1 DIGUNA

The German mission agency is working in East Africa since decades, for about two years we were living at their compound close to Nairobi. Therefor we got to know their ministry, the people and the motivation. Currently DIGUNA also serves in transporting groceries into the suffering regions. We can assure you, that each cents donate will be spent well. More information at DIGUNA.

2 Kindernothilfe

Together with humedica doctors Kindernothilfe helps with emergency aid and feeds about 12000 children and adults close to the Ethiopian-Somalian border. They carry a seal of approval from DZI for spending and managing their funds well. Find more information at Kindernothilfe.

Wieder in Berlin

Nach 4 aufregenden Tagen in Nairobi bin ich wieder in Berlin. Zugegeben, es war viel zu kurz, keine Zeit zum Ankommen und Verschnaufen – aber trotzdem super. Hier die Highlights:

  • Prashan de Visser von Sri Lanka Unites kennengelernt: unglaublich begabter Mann, Wahnsinns-Story mit einem großen Gott, Mega Vision,
  • Endlich wieder Mavuno Worship
  • Super Partnerschaft Mavuno Church und Mariners Church – gemeinsame Workshops, Wissen teilen, Praktiken diskutieren
  • Getwittert wurde unter #Fearless 2011
  • Mizizi, den Lebens-Transformationskurs von Mavuno, gibt es mittlerweile auch auf Französisch, Spanisch, Rumänisch und Chinesisch

“Fearless” ist die hauseigene, 3-tägige Leiterschaftskonferenz von Mavuno Church, die ich vor zwei Jahren gemeinsam mit einigen anderen zum ersten Mal organisiert habe. In diesem Jahr haben wir die Konferenz zum ersten Mal komplett für Besucher geöffnet, was ein riesiger Erfolg war. Wir hatten etwa 500 Dauerteilnehmer aus 13 Ländern von fast allen Kontinenten.

Team Mavuno 2010

Was macht man, wenn sich das Mitarbeiterteam der Gemeinde fast verdoppelt hat?
Man fährt erst mal auf eine Mitarbeiter-Klausurtagung. Nach Mombasa an den Stand natürlich. Man lässt sich mit gutem Essen verwöhnen, lernt sich im Pool ganz ungezwungen näher kennen und wird quasi ganz nebenbei auf das kommende Jahr “eingeschworen”. Nein, Mavuno nimmt gleich die ganze Dekade – wir beten, planen und träumen für die nächsten 10 Jahre. Das motiviert und fasziniert.

Erst gestern hatten wir mit unserem neueingestellten Projektmanager und guten Freund ein langes Gespräch über die Pläne bis 2015. Stichwort: Mavuno Park. Eine Art Gemeindezentrum anderer Dimension. Mehr dazu später, einschließlich Bilder.

Umfrage gestartet

Im Rahmen unseres Schulbank-Drückens hier eine kleine Umfrage.

Du bist Pastor/in oder vollzeitliche/r Mitarbeiter/in im Gemeindedienst? Dann kann’s losgehen: 

  1. Was war für dich das ausschlaggebende Kriterium / Argument / Situation in den vollzeitlichen Dienst zu gehen?
  2. Welche sind deine geistlichen Gaben (max 3)?
  3. Was hält Dich im vollzeitlichen Dienst?
  4. Wie triffst du wichtige Entscheidungen als Leiter? (Gebet, Rat einholen von…, Bücher, Warten, Pro&Contra-Liste, …)

Einfach kurz per Kommentar antworten. Herzlichen Dank.

    Sexstreik in Kenia

    Wenns wieder mal drunter und drüber geht, dann müssen die Frauen eben eingreifen. Das geschieht gerade in Kenia. Die Politiker sind sich nicht einig – dafür ihre Frauen um so mehr: sie drohen ihren Männern mit Sexentzug, wenn sie keine gemeinsame Lösung finden – und holen sogar die Prostituierten ins Boot. Hier stehts geschrieben:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,622037,00.html

    Wir Deutschen waren in dem Punkt etwas cleverer: wir haben gleich eine Frau ans Steuer gelassen!

    Sachsen erobern Kenia

    Höchste Zeit für die Veröffentlichung der ersten Eindrücke meiner Eltern. Natürlich im Originalton:

    Aaah. 

    Oooh. 

    Du meine Güte….

    Ach du Sch***

    Was ist das denn?

    Hilfe!

    img_7176

    Und was meint unser Auto zu der Doppelbelastung: Es sagt gar nichts mehr. Überhaupt nichts. Wie das eben so ist – wir wollen ein paar Tage weg fahren und der Forester hat keine Lust. 

    Ein brummendes Radlager genügt, und er ist für Tage lahm gelegt. Allen Versprechungen der Werkstatt zum Trotz, will er das alte Radlager nicht hergeben. Selbst die Spezialisten sind rat- bzw. radlos. 

    Dann gehen wir halt ohne Subaru auf Safari und lassen uns fahren. 

    Wir nehmen an, dass er Angst vor den Löwen hat. Diese Woche haben die nämlich so laut gebrüllt, dass wir alle nicht  einschlafen konnten. 

    Da uns das Brüllen allein nicht gereicht hat, sind wir spontan auf Safari gefahren – und hätten dabei fast eine Löwin überfahren. Unser Fahrer hat glücklicherweise schnell genug mit einer Vollbremsung reagiert und wir flogen fast durch die Windschutzscheibe – genau vor den Rest des Rudels.

    img_7515

    img_7517

    img_7523

    img_7622

    Noch mehr sächsische Reaktionen:

    Scheeen!!!

    Das gibt doch net.

    Unglaublisch.

    Is ja ä Staad!

    Oh gucke mol, de Elefantn.

    Is beste, was ich seit Johrn orlebt hob.

    Die spinnen, die Kenianer

    Dass der US-Präsidentschaftswahlkampf nach der Nominierung Obamas zum Kandidaten für die Demokraten von den Kenianern mit besonderem Interesse verfolgt wird, ist ja logisch. An jeder Straßenecke konnte man Aufkleber, T-Shirts und Poster des Aspiranten kaufen, viele haben ihr Auto und ihre Wohnungen damit geschmückt.

    Viele verbrachten die vergangene Nacht vor dem Fernseher, um keine Hochrechnung zu verpassen. Besonders die Armen erhoffen sich viel von einem US-Präsidenten mit kenianischen Wurzeln.

    Erstaunlich schnell hat da die kenianische Regierung gehandelt, so flexibel kennt man die gar nicht:  es gibt einen Obama-Feiertag – gleich morgen. Die Räder stehen still und dass Land schläft nach einem anstrengenden Wahlkampf aus.

    PS: Nur bei Mavuno ist das anders, unser Chef heute: “Wehe mir kommt am Sonntag einer und sagt, er hätte die Arbeit wegen dem Obama-Feiertag nicht geschafft…”

    Volljährig

    Das geeinte Deutschland ist volljährig und dennoch klaffen regionale Unterschiede, wie das Nachrichtenmagazin Zeit online in diesem Artikel veranschaulicht.

    In Kenia sind die Unterschiede noch krasser, hier erlebt man, wie das 21. Jh und das 17. Jh nebeneinander existieren:

    • marmorgetäfelte Villas vs. Lehmhütten
    • 40-Tonner-LKW vs. Eselskarren
    • UMTS-Handys vs. Bleistiftstummel
    • Parfümerien vs. Gestank wegen nicht vorhandenen Toiletten in Slums
    • Plasma-TV mit 1,5m Bildschirmdiagonale
    • Supermärkte mit Flachbildschirmen für Werbespots an jeder der 32 Kassen vs. aus Pappkartons zusammengezimmerte Kiosks
    • Pick-Ups vs. Handkarren
    • Toyota Landcruiser Prado vs. staubiger, 2-stündiger Fußmarsch
    • Villenviertel, die einem Hochsicherheitstrakt gleichen vs. Slums
    • Wohnzimmer, die größer sind als drei Hütten im Slum
    • Gehaltsverdopplung bei den Beamten vs. von einem Euro pro Tag leben
    • Saftig grüne Golfplätze vs. vetrocknete Felder
    • Luxus-Lodges in den Nationalparks vs. nasse & durchgelegene Schaumstoffmatratzen
    • 5-Gänge-Menü für die Gäste vs. Ugali für den Wachmann
    • Shopping-Malls vs. leere Märkte auf dem Land
    • Nobelboutiquem vs. staubige Second- / Third- / Forth-Hand-Märkte

    Dennoch: nach einem Jahr in Kenia bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass das Land das Potenzial hat, die sozialen Probleme zu lösen. Es gibt genug Kapital, Reichtum, Wissen und Erfahrung die eigenen Brennpunkte anzupacken und darüber hinaus in anderen Ländern Afrikas.

    Wenn Kenia dieses Potenzial hat, dann kann das volljährige Deutschland mit seinen Problemen erst recht fertig werden. Wir haben das Zeug dazu … und können die Lösungen dann expotieren (haben ja Erfarhrung als langjähriger Exportweltmeister).

    Alltag?

    Nach der Regierungsbildung ist man in Kenia – zumindest in Nairobi – schnell zum Alltag zurückgekehrt. Vergessen schien die Gewalt, die Schäden an Häusern wurden schnell behoben. Andernorts leben Vertriebene noch immer in den Flüchtlingscamps. Von Alltag keine Spur. Auf stern.de gibt es dazu eine neue Bilderserie. Clickst du hier.