Tag 1: Routinen entwickeln

„Mama, Schule zu Hause ist viel besser.“ Aus dem selben Mund höre ich wenig später lautes Schimpfen über Schule und Hausaufgaben. Die Konzentration beim Lernen lässt auch zu Hause am eigenen Schreibtisch nach und das schriftliche Subtrahieren hat es in sich.

Ich habe erst mal einen Hausaufgaben-Plan für meinen Viertklässler gemacht – und beneide ihn nicht. Nein, Ferien sind das nicht für ihn.

Trotzdem, der Tag war gut. Nach dem Frühstück endlich mal Zeit haben für das, was wirklich wichtig ist – gemeinsam die Bibel entdecken. Wir lernen mehr oder weniger regelmäßig Verse aus der Bibel, die wichtig sind, auswendig. Mir ist wichtig, dass meine Kinder sich diese Art von Schätze sammeln. Doch im normalen, hektischen Alltag geht das oft unter. Ich hoffe und bete, dass sie die Freude daran in den nächsten Tagen behalten.

Am Nachmittag fahre ich noch mal in die Schule, um Schulbücher für die Hausaufgaben zu holen. Ich treffe die Direktorin, wir beide scheinen die einzigen im ganzen Schulgebäude zu sein. Sie begegnet mir immer freundlich und zugewandt, wir reden über meinen Viertklässler, in dessen Klasse sie erst Vertretung hatte. Sie erzählt viel Gutes über ihn, das berührt mein Mutterherz. Manchmal muss man einfach von anderen hören, dass sich die eigenen Kinder gut entwickeln, gerade wenn man oft so (selbst-)kritisch ist.

Wofür ich heute dankbar bin:
– für unseren Inhouse-Schul-Start, der reibungslos verlief
– für das Trampolin, dass in unserem Garten steht dem Bewegungsdrang unserer Jungs gute Dienste leistet.
– für eine Schulleiterin, die mit Leidenschaft, Liebe und Kompetenz unsere Schule leitet

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