1. Krönung
Gestern wurde ich endlich gekrönt. – Von Nelson, meinem Zahnarzt. Mit anderen Worten, meine Zahnweh-Story hat jetzt offiziell ein Ende, wofür ich sehr dankbar bin.
2. Krönung
Vom Zahnarzt ging es gleich weiter zu einer Schule, die Flüchtlingskinder beherrbergt. Diese Schule steht irgendwo weit nach Nairobi auf einem Hügel, mit afrikanischer Verkehrsanbindung. D.h. es fahren nur wenige Matatus diese Strecke, was widerum heißt, dass die wenigen Matatus mehr als voll sind. Dabei hatte ich einen neuen persönlichen Rekord zu verzeichnen: wir waren 24 Personen in einem Nissankleinbus (der in Deutschland weithin als Neunsitzer bekannt ist).
Nach verlassen des Matatus wurde ich zum krönenden Abschluss vo selbigen Gefährt noch so richtig eingestaubt (die Straße ist nicht asphaltiert), dass es zwischen den Zähnen nur so geknirscht hat.
3. Krönung
Als ich am Abend meine nicht nur wohlverdiente, sondern auch sehr notwendige Dusche nehmen wollte, kam kein Wasser aus dem Hahn. Und das, obwohl unser Wassertank voll war. Daniel versuchte mit schniefender Nase (wegen seiner Erkältung) und missmutiger Laune (er muss was kompliziertes für Oscar ausarbeiten) am Wasserhahn rumzudoktern, was jedoch trotz mehr oder weniger guten Willens ohne Erfolg blieb.
Da in in der Küche noch ein funktionstüchtiger Wasserhahn vorhanden war, konnte ich mir wenigstens einen Topf mit Wasser für eine „Handdusche“ erwärmen.
Während ich so langsam einschlief, fiel mir auf, dass viele meiner Haupttätigkeiten darin bestehen, Situationen zu bewältigen, die mir in Deutschland völlig fremd sind.

>>Während ich so langsam einschlief, fiel mir auf, dass viele meiner Haupttätigkeiten darin bestehen, Situationen zu bewältigen, die mir in Deutschland völlig fremd sind.
Wie zum Beispiel Waschen? 😉
Für mich persönlich würde ich diese Tätigkeit nicht als völlig fremd bezeichnen. Doch wenn man im Matatu mitfährt, dann bekommt man den Eindruck, dass es vielen Kenianern fremd ist, sich regelmäßig einer Körperreinigung zu unterziehen.