Gemeinde 3.0 – noch 1x schlafen

Vorhang1

Jede Computersoftware wird permanent weiterentwickelt – genauso handhaben wir es auch in unserer Gemeinde. Manchmal gibt es dabei Entwicklungssprünge. An solch einem Punkt stehen wir jetzt. Wir haben uns weiterentwickelt, jetzt sind größere Schritte dran.

An diesem Samstag ist es soweit! Bei Gemeinde 3.0 werden wir

…feierlich den neuen Namen unserer Gemeinde enthüllen.
…den Startschuss für die Bauphase geben.
…die nächsten Schritte anpacken

10 Tage noch…

… dann wird es endlich offiziell: wir werden einen (neuen) Gemeindenamen samt Logo haben. Verraten wird noch nichts.

Ich freue mich über das Team, das über Wochen und Monate zielstrebig daran gearbeitet hat. Profis aus Deutschland und USA haben mitgewirkt. Ich empfand es als Ehre, mit dabei sein zu dürfen. Danke Ole, dass du das Projekt so fokussiert vorangetrieben hast. Ich finde das Ergebnis richtig toll und würde am liebsten heute schon ein T-Shirt damit tragen. Doch der Chef bleibt konsequent: Erst wenns offiziell ist, dürfen wir damit an die Öffentlichkeit. Okay, er hat ja recht.
Also, noch 10 mal schlafen, dann ist Weihn… äh, wieder eine Meilenstein nach dem Neustart geschafft.

Wechsel in der Gemeindeleitung

Wer schon immer mal wissen wollte, worüber wir uns beim Abendessen als Familie unterhalten, bekommt hier einen kleinen Einblick. Es werden wichtige und zukunftsträchtige Dinge besprochen:

Papa: Morgen ist das letzte Frühstück, bevor ich faste.
Ferdi: Ich rede auch mit Gott.
Papa: Was redet ihr denn so?
Ferdi: Dass wir uns lieb haben.
Papa: Und was noch?
Ferdi: Dass wir die Leitung der Gemeinde ändern müssen.

Endlich hat es mal jemand ausgesprochen! 🙂 Jetzt müssen wir nur noch die Nachfolge klären. Auch da zitieren wir gern unseren Erstgeborenen:

„Ich bin der Chef.“

Dann kann ja nichts mehr schief gehen, oder?

Zwei Jahre Mavuno Berlin

Vor lauter Arbeit hätten wir es fast verpasst, (zwischen Jahresplanung, Skype-Meeting mit Übersee und Lifgrouptreffen heute Abend) unser zweijähriges Mavuno-Berlin-Jubiläum.

Wir haben richtig viele Gründe zum Feiern:

  • Wir haben eine gut funktionierende Leitungsstruktur, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch gelebt wird
  • Wir haben zwar zu wenig Bereichsleiter, aber die eingesetzten sind richtig motiviert, engagiert – eben voll bei der Sache
  • Wir haben Gottesdienste, die für unser Umfeld ansprechend sind. Das sagen unsere Gäste (Christen wie Nichtchristen) immer wieder. Und die Statistik beweist das auch. Mittlerweile gehören 54 (!) neue Leute zu unseren (mehr oder weniger) regelmäßigen Gottesdiensten.
  • Die Arbeit mit unser Gemeindelogo geht in die heiße Phase – bald werden wir ein tolles Logo haben.
  • Wir konnten in fast allen Bereichen neue Mitarbeiter gewinnen (trotzdem sind es noch viel zu wenig).
  • Nicht nur inhaltlich werden unsere Angebote besser, sondern auch die Räume werden attraktiver. So entsteht gerade für den Kidsclub eine neue Bühne, für die Kapelle haben wir die schon im Februar gebaut.
  • Wir freuen uns sehr über die Entwicklungen, trotzdem wollen wir noch mehr sehen. Darum lautet unser Gemeinde-Jahresmotto:

    Mach dein Zelt größer! Spanne deine Zeltdecken aus, ohne zu sparen! Verlängere die Seile und schlag die Zeltpflöcke fest ein. (Jesaja 54,2)

    Feiert Jesus

    Letztes Wochenende haben wir mal zusammen getragen, was sich seit eineinhalb Jahren in unserer Gemeinde alles getan hat. Das alles mal in gebündelter Form zu hören bzw. zu lesen, gibt einen ungeheuren Motivationsschub. Den wollen wir euch nicht vorenthalten. Hier lest ihr in Auszügen, was Gott getan hat:

    Gottesdienste

  • Wir haben unseren Stil gefunden, sie sind zeitgemäß, relevant, für Christen wie Nichtchristen ansprechend (von beiden Gruppen bekommen wir positives Feedback).
  • Unsere Musik rockt – Roddy, was machen wir, wenn du wieder nach Amerika gehst?
  • Die Flyer für unsere monatlichen Gottesdienstreihen sind sehr geschmackvoll und kreativ.
  • 5 Gottesdienstbesucher haben eine Reise mit Jesus angefangen
  • Seit unserer 180°-Drehung können wir die Kapelle viel besser nutzen.
  • Leiter und Mitarbeiter

  • Unser Ältestenteam steht „wie ein Mann“ und treffen sich jeden Dienstag 6.30 Uhr zum gemeinsamen Beten.
  • Wir haben zwei sehr motivierte und kompetente Bereichsleiter für Gottesdienste und das Mediateam.
  • Wir haben eine Leiterschulung durchgeführt, die positive Spuren bei unseren Mitarbeitern gelassen hat.
  • Unser amerikanisches Team (die meisten haben uns leider wieder verlassen) hat uns tatkräftig unterstützt.
  • Wir haben ein (provisorisches) Gemeindebüro.
  • Kinderbereich

  • Für unsere Minis (1-3- Jahre) haben wir Miniclub gestartet.
  • Der Kidsclub hat viel mehr neue Kinder.
  • Das Englischcamp ist 3 mal gelaufen, jedes Mal waren neue Kinder dabei.
  • 3 Mädchen haben ein Leben mit Jesus angefangen.
  • Was für uns alle ein Highlight ist: Seit unserem Neustart im September 2011 sind insgesamt ca. 50 neue Leute (Kinder und Erwachsene) in unsere Gemeinde gekommen und zum großen Teil geblieben.

    Privat

  • Wir haben ein Haus gefunden, in dem wir uns als Familie wohl fühlen und Platz für Gäste und zum Toben haben.
  • Wir haben für eine Waschmaschine, ein Doppelbett und Kaminholz gebetet – und alles bekommen.
  • Danke Jesus!

    Endlich!

    Wenn Mavuno intern an alle Empfänger ein „Breaking News Mail“ raus schickt, dann muss wirklich etwas sehr Wichtiges passiert sein. Seit Monaten warteten wir alle darauf, dass es passiert. Kyama, unser Chef, meinte zu Daniel: „Wir beten in den nächsten Wochen besonders für euch in Berlin. Wir glauben, dass es bei euch auch bald so weit sein wird.“

    Jede Woche wird ein an alle Angestellten ein „Zahlen-Mail“ verschickt, in der die Zahl der Gottesdienstbesucher und der Bekehrungen (gibt es ein besseres Wort dafür?) aufgelistet ist. Wir wollen voneinander wissen, was in den drei Gemeinden in Nairobi und in Kampalla passiert und sie wollen von uns wissen, was in Berlin los ist. In einer Zeile in der Tabelle war bei uns Berlinern bis letzte Woche immer die 0. Letzte Woche ging ein Jubel durch die Mavuno-Family: In Berlin haben 3 Mädchen Jesus in ihr Leben aufgenommen! Yeah! Halleluja! Endlich! Im Himmel wird es nun 3 Berliner mehr geben. Das geniale daran ist, ein Mädchen kommt erst seit einem halben Jahr zum Kids Club, hatte bis dahin noch gar nichts von Jesus gehört und hat nun gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Ihr Bruder ist ebenfalls voller Begeisterung dabei und die Eltern kommen auch regelmäßig zum Gottesdienst!
    Endlich sind wir eine richtige Mavuno- (Ernte-) Gemeinde! Falls es jemanden interessiert, allein in diesem Jahr sind in allen Mavuno-Gemeinden bisher 465 Menschen zum Glauben an Jesus gekommen.

    Die Reaktionen auf unsere „3“ von unseren kenianischen Kollegen wollen wir euch nicht vorenthalten:

    I am in awe of what God can do through ordinary people,now fearless influensers of society.
    God,receive all the glory.
    Remember us praying for Berlin?asking God to give us testimonies from Berlin.This is just the beginning,i believe.
    Thank you God.
    Grace

    And finally. Break through in Berlin. And we all know that parents will always be drawn to where their children are!
    Jerry

    Alililililililiiii!!!!!
    Amen and Amen..
    All Glory and Honor unto the Lord.
    I Believe that this is just the beginning for Germany, we continue to trust in God that many more will come to receive Christ..

    Welcome on board Berlin, only God could have done that!
    Carol

    Holz!!!

    Was nützt einem ein Kamin, wenn das Holz fehlt? Gar nicht! Also beschloss ich nach unserem Umzug in unser Haus mit Kamin, für das nicht vorhandene Holz zu beten. Am besten Lieferung frei Haus, da uns ein Anhänger für den Transport fehlt und auch die Zeit für große Holz-Sammel-Aktionen. Natürlich könnte man auch einfach zu OBI fahren und kaminfertige Holzscheite kaufen. Aber dafür Geld ausgeben, wo noch so viele Ausgaben ausstehen? Einen Versuch ist es wert, dachte ich. Gott hat sich immer wieder als großzügig erwiesen. Ich hätte also nicht überrascht sein sollen, als letzte Woche gleich zweimal Kaminholz frei Haus geliefert wurde.

    10 m von unserem Haus entfernt wurde auf unserer Straße ein riesiger, alter Baum gefällt. Auf unsere Frage hin, was denn mit dem Holz passiert, dass da in transportablen Stücken abgesägt wurde, meinten die Arbeiter vom Forstamt: „Das können Sie haben.“ Wir, besser gesagt Daniel, brauchte nur noch mit der Schubkarre losziehen, und die Stücken einladen. – Jetzt haben wir ungefähr eine Tonne Kaminholz im Garten liegen. 🙂 Wow, der nächste Winter kann kommen.

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    Die zweite Lieferung war dann noch „mundgerechter“. Ein guter Freund kam abends mit seinem Kombi vorgefahren – den Kofferraum voller Kaminholz. Diesmal schon gespaltenes, getrocknetes und abgepacktes Holz. Juhu, für diesen Winter ist auch ausgesorgt!

    Danke, Gott!

    Jetzt ist sie weg…

    … und wir sind allein. Vergangene Woche mussten wir von Emily, unserem Au Pair Mädchen, Abschied nehmen. Das war ein sehr trauriger Moment für uns. Ferdinand realisiert erst nach und nach, dass sie wirklich weg ist. Heute meinte er : „Und morgen kommt die Emily.“ Wie erklärte man einem 2 3/4 jährigen, dass es manche Abschiede gibt, die für immer sind?

    Wir haben Emily gebeten, ein paar Zeilen für uns zu verfassen, wie sie die Zeit hier erlebt hat. Hier sind sie:

    Während meiner Zeit in Berlin habe ich vieles erlebt… Ein geklautes Fahrrad, ein Umzug, gesperrtes Handy, tausende verpasste Busse/S-bahnen, graues Wetter und 5 neue Narben. Später habe ich meine Zeit in Berlin geliebt!! Weil Nancy und Daniel so lieb zu mir waren, ich habe mich gleich bei ihnen zuhause gefülht. Nancy hat mir backen und kochen beigebracht und war immer sehr geduldig. Es war immer lustig mit Ferdinand zu spielen und besonders schön, am Ende noch Phileas zu sehen. Ich hätte mir nichts besseres wünschen können! Marit und Christian haben ihr Haus für mich so liebevoll geöffnet.
    Ich habe neue Freunde gewonnen. Ich habe mich hier in der Gemeinde so wolle gefüllt und so viel gelernt. Gott hat mich in diesen Jahr sehr gesegnet! Ich habe gebetet, dass ich viel in dieses Jahr erlebe aber ich habe so viel mehr bekommen. Ich kann es nicht glauben das ein Jahr schon vorbei ist. Am liebsten würde ich noch länger bleiben. Ein Teil meines Herzens bleibt hier mit euch, ich werde dieses Jahr nie vergessen.

    Liebe Grüße von Emily

    30 Burger und viele neue Freunde

    Wenn einer begabt ist, in Leute anquatschen, dann ist es Roddy. Roddy, unser „ausgeborgter“ amerikanischer Vollzeitler ist erst dann richtig in seinem Element, wenn er mindestens eine neue Freundschaft pro Tag schließt.;-) Ob der Dönermann um die Ecke, beim Elternabend in der Schule, der Kellner im Restaurant – Roddy liebt sie alle – und sie lieben ihn.
    Er widerlegt die These, dass Deutsche verschlossen sind. Okay, er hat auch einen Vorteil: er ist Brasilianer – mit Charme. Aber trotzdem. Jede Woche erzählt er uns von neuen – und alten Begegnungen, und wie sie sich weiter entwickeln. Hier eine Story, die uns besonders staunen lässt:

    Durch einen Restaurantbesuch lernt er den Kellner Silvio (Name geändert) kennen. Keine Ahnung, wie Roddy das macht, aber er fängt an über den christlichen Glauben mit ihm zu reden. Silvio zeigt sich – aus unserer Sicht – erstaunlich offen. Die beiden treffen sich immer wieder, Silvio kommt, obwohl er Roddy erst seit ein paar Wochen kennt, zum Gottesdienst. – Und ihm gefällt es. Er kommt wieder. Und wieder. Er bekommt eine Bibel geschenkt, liest darin und kommt weiter zum Gottesdienst. Letzten Sonntag hatten wir unser traditionelle Gemeindemittagessen. Silvio lässt sich nicht lumpen. Er sponsert 30 Burger, die er eigenhändig draußen vor der Kappelle in der herbstlichen Kälte grillt. Die gehen weg – wie leckere Burger eben weggehen, und er ist mitten im Gemeindeleben. Kein Wunder dass wir von Roddy hören, dass Silvio gegenüber dritten von „seiner Kirche“ spricht und uns damit meint. Für uns ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Silvio neben „seiner Kirche“ auch „seinen Jesus“ findet.