8 Wochen mit Michi

Er kam, sah und war mittendrin – in unserem Gemeinde- und Familienleben. Michael, Praktikant von der BTA Wiedenest, hat unser (Gemeinde-)Leben in den letzten acht Wochen bereichert. Egal ob es praktische Arbeiten waren (er hat mit unserem amerikanischen Team unser gesamtes Gemeindelager ausgemistet und sortiert), Kontakte knüpfen zu Noch-Nicht-Christen oder predigen, er war bei allem hoch motiviert und voll dabei. Hier ist sein Fazit von dieser Zeit:

„Ich hatte die letzten 8 Wochen das Vorrecht die Kirche „Mavuno Berlin“ durch ein Praktikum besser kennen zu lernen und Daniel und Nancy in ihrem Alltag zu begleiten und viele Dinge über Leiterschaft und Gebet von ihnen zu lernen und mich davon faszinieren und anstecken zu lassen. Vor allem begeistert mich die große Vision, die hinter „ihrer Arbeit“ steckt: Aus ganz normalen Menschen werden leidenschaftliche Jesus-Nachfolger, die furchtlos die Welt verändern!! Darauf zielen alle Aktivitäten und Anstrengungen letztlich ab. Es wird viel darüber nachgedacht, wie Dinge einladend und ansprechend gestaltet werden können, jedoch liegt letzten Endes der Schwerpunkt auf dem Gebet, sich von Gott führen und von ihm zeigen zu lassen was er möchte und ihm Raum zu geben um zu reden und zu handeln. Diese Abhängigkeit von Gott, die ihr einfach in allen Angelegenheiten lebt, finde ich klasse und mitreißend!
Für mich persönlich war es eine Zeit, in der ich viel Neues lernen und ausprobieren durfte und vor allem auch neue Freunde gewonnen habe, auf die ich mich nun jedes Mal freue, wenn ich in Zukunft nach Berlin komme. Vielen Dank Daniel und Nancy für eine tolle Zeit bei euch!
Ich wünsche euch, dass eure Träume durch Gottes Tun wahr werden, dass die Gemeinde wächst und viele Menschen bei euch zum Glauben kommen und zu leidenschaftlichen und furchtlosen Jesus-Fans werden!!“

Danke, Michi!

Von innen nach außen

Vor zwei Wochen ist die Praktikumszeit von Sven, unseren ersten Praktikanten, abgelaufen. Wir lassen ihn hier auf unserem Blog zu Wort kommen. Er beschreibt in den folgenden Zeilen, wie dieses Jahr für ihn war und was ihn geprägt hat:

„Ich möchte euch gerne bei eurer Arbeit in der Gemeinde unterstützen“. So oder so ähnlich begegnete ich vor einem Jahr den Pastoren meiner Gemeinde und wusste noch nicht wirklich, auf was ich mich da einlasse. Mir war bis dahin nur vollkommen klar, dass ich das Alte nicht mehr wollte. 40 Stunden Arbeit und am Sonntag in die Gemeinde gehen. Das war mir zu wenig. Ich wollte meinen Glauben irgendwie im Alltag und in meiner Arbeit als Sozialpädagoge „leben“. Zu Beginn meines Praktikums durfte ich erst einmal feststellen, dass das neue Konzept ganz anders ist als ich bisher kannte. Denn es ging nicht nur um einen schönen Gottesdienst oder eine gute Predigt sondern um viel mehr. Ich habe mich ein wenig ertappt gefühlt und erkannte erst allmählich, worum es eigentlich geht, was Gott eigentlich vorhat. Mir wurde klar, dass ich einen Auftrag in der Welt habe, den ich aber nur erfüllen kann, wenn ich meinen Blick nach außen richte, wenn ich mein Umfeld genauer wahrnehme und gezielt auf Menschen zugehe. Mit einem Perspektivwechsel einhergehend, änderte sich im Laufe der Zeit auch meine Beziehung zu Gott. Mit Vollmacht und Autorität zu beten, war für mich nicht neu, aber ich habe es bisher noch nicht praktiziert. Weiterhin lernte ich auch eine Stille vor Gott haben zu können, ohne dass ich unruhig werde und ungeduldig frage: „Was kommt jetzt?“.
Alles in allem hat mir Gott im letzten Jahr einige persönliche Dinge klar gemacht, er hat mich bestärkt, herausgefordert und eine Vision geschenkt. Ich bin sehr dankbar, von einem neuen Lebenssinn ergriffen worden zu sein und diesen mit einem Blick nach außen, über den Tellerrand schauend, leben zu können.

Sven Keßler

Schritt für Schritt

Seit einem Jahr sind wir nur dabei, Mavuno Berlin aufzubauen. Was ist seit dem entstanden? Unsere Freunde fragen uns oft: Wie läuft es? Geht es vorwärts?

Das fragen wir uns auch, manchmal selbstkritisch, aber auch aus der Beobachterperspektive. Hier in Auszügen unser Fazit:

Teile einer Gemeindearbeit zu verändern, ist harte Arbeit. Eine ganze Gemeindekultur mit neuen Werten und Strukturen zu verändern, ist ein Kraftakt – der sich aber lohnt. Es ist ein Weg mit vielen unvorhergesehenen Schlaglöchern, Straßensperrungen, Hindernissen und oft geht es auch off Road – wenn neue Wege ausprobiert werden.

die Menschen, in die wir investiert haben, sind mit Leidenschaft dabei. Leute, die eher wenig involviert waren, sind engagierte Mitarbeiter geworden. Andere, die aus der Gemeinde weggegangen sind, sind zurückgekommen, sind von der Mavuno-Vision begeistert und arbeiten mit daran, dass sie Wirklichkeit wird. Simone hat sogar ihren sicheren Job an den Nagel gehängt, damit sie vollzeitlich mitarbeiten kann – was sie seit 1.7. auch tut.

Neues etabliert sich. Wir haben besonders viel in den Gottesdienst investiert. Mit zitternden Knien hat unser neues Lobpreisteam letztes Jahr die ersten Schritte gewagt. Annegret hatte vorher noch nie Lobpreis geleitet – und Gott gebraucht sie nun jeden Sonntag auf wunderbare Weise. Wir haben neue Dienstbereiche mit den entsprechenden Bereichsleitern ins Leben gerufen. Diese Strukturen etablieren sich und unterstützen unsere Vision.

Menschen kommen – und bleiben. Uns überrascht es selbst, dass zum Gottesdienst Nachbarn und Passanten „vorbeischauen“, manche von ihnen kommen inzwischen regelmäßig. Familienmitglieder und Gäste unserer Gemeindemitglieder geben uns positives Feedback. Einer meinte: „Ihr gestaltet eure Gottesdienste so, als würdet ihr noch mehr Leute erwarten. Das ist kein Gottesdienst für eine kleine Gemeinde, ihr rechnet mit Wachstum.“ Da hat er wohl recht.

Tut Gott etwas in Mavuno Berlin? Und ob!

We proudly present …

Vergangenen Sonntag war in unserer Gemeinde Wahltag. Anders als im politischen Leben gab es vorher jedoch keinen Wahlkampf. Einer unserer Ältesten hatte hatte schon lange Zeit zuvor angekündigt, nach Ende seines Mandats aus Altersgründen nicht wieder zur Verfügung zu stehen. Darum wurde nachgewählt. Wir freuen uns sehr, dass neben Oliver, der sein Mandat weiterführt sind auch Rainer und Sven dabei sind.
Wir sehen in diesem Team ein großes Potential und freuen uns auf das, was Gott mit ihnen und uns gemeinsam in Berlin tun wird.

Vergangenen Sonntag war in unserer Gemeinde Wahltag. Anders als im politischen Leben gab es vorher jedoch keinen Wahlkampf. Einer unserer Ältesten hatte hatte schon lange Zeit zuvor angekündigt, sein Mandat aus Altersgründen vor dem Sommer nieder zu legen, darum wurde nachgewählt. Wir freuen uns sehr, dass neben Oliver, der sein Mandat weiterführt sind nun auch Rainer und Sven mit dabei. Wir sehen in diesem Team ein großes Potential und freuen uns, was Gott mit ihnen und uns gemeinsam in Berlin tun wird.

Doch bevor es so richtig los geht, sind wir erst mal weg. Das Auto wird gerade gepackt, in wenigen Stunden gehts in den Urlaub. Und tschüß…

Wenn eine Gemeinde fastet und betet…

… dann kann sie was erleben. Vergangene Woche haben wir als Gemeinde vier Tage lang uns Zeit zum Beten und Fasten genommen. Am Dienstag-, Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagmorgen trafen wir uns schon 7.00 Uhr morgens (!) in unserer Kapelle zum Gebet, für Berliner eine absolute Unzeit. Neben dem reduzierten Schlaf gab es auch noch weniger oder gar nichts zu essen, zumindest wer sich für das Fasten entschied. Diese Tage waren also besonders herausfordernd.

Für uns persönlich war es noch doppelt anstrengend, denn Daniel leitete nicht nur die Morgenandachten in der Kapelle, sondern hatte ausnahmsweise an jeden dieser Tage noch wichtige und lange Abendmeetings. Außerdem ist ein großer Teil des amerikanischen Teams diese Woche angekommen – die Alltagsroutine, war also endgültig ausgesetzt. Wir rechneten damit, am Wochenende so richtig erschöpft zu sein.

Gott überraschte uns jedoch – nicht nur einmal.
1. Der erwartete Erschöpfungszustand trat nicht am Samstag oder Sonntagmorgen ein.
2. Wir haben in der Woche mehr fertig bekommen als erhofft, die Arbeit auf dem Schreibtisch reduzierte sich auf wundersame Weise.
3. Und das ist der absolute Höhepunkt: Wir hatten die höchste Gottesdienstbesucherzahl, seit wir sie zählen und einen Gottesdienst, der rund um gelungen war. Ein Lobpreis, der ins Herz ging, eine Moderation, die humorvoll und gleichzeitig tiefgründig war und eine Predigt, die noch lange in uns nachklingt.

Wir haben ein wenig verzichtet und sind reich beschenkt worden. Danke, Gott.

Nicht vergleichen

Bevor wir letzten Monat nach Kalifornien reisten, fragte uns jemand, ob es überhaupt sinnvoll sei, sich so eine große Gemeinde (ca. 7000 Gottesdienstbesucher in 3 Lokalitäten, 150 vollzeitliche Mitarbeiter) anzuschauen, da wir doch vieeeel kleiner sind und bei uns alles anders ist.

Wir sagen: auf jeden Fall! Wir wollten wissen, wie diese Gemeinde in den letzten 25 Jahren von ca. 200 Leuten auf diese Größe gewachsen ist, welche Schritte die Leiter unternommen haben, welche Schwerpunkte sie gelegt haben und welche Tipps sie für uns haben. In einem 2,5 Gespräch mit dem Seniorpastor haben wir mehr Einsichten über uns als Leiter gewonnen, als wir in 10 Büchern hätten lesen können. Doch eine der wichtigsten Wahrheiten haben wir fast nebenbei mitbekommen in einer 10 minütigen Kurzpredigt auf einer Konferenz in Kalifornien:

    Vergleiche deine Anfänge nicht mit dem Fortschritt von anderen.

Das heißt, deine ersten Versuche, die du in irgendeinem Bereich deines Lebens unternimmst, kannst du nicht vergleichen mit jemand, der das schon jahrelang macht.

  • Ein Schulanfänger liest die Fibel – und nicht Goethes Faust.
  • Als Ferdinand laufen lernte waren wir und er über jeden Schritt stolz, den er ohne zu fallen gelaufen ist. Wir haben ihn nicht gleich auf eine Wandertour mit genommen (obwohl das seinem Vater Spaß gemacht hätte:-) )
  • Wer das erste Mal Leitungsverantwortung in einem Bereich der Gemeinde übernimmt wird das anders anpacken wie jemand, der das schon über viele Jahre macht.
  • Uns macht diese Einsicht Mut. Wir dürfen stolpern, hinfallen, aufstehen, weiter ausprobieren. – Wir sind ja erst am Anfang von dem, was Gott mit uns in Berlin vor hat.

    Papa in den USAPapa in the U.S.

    Im Mai bekommen wir Verstärkung aus North Carolina. Roddy & Katie Dinsmore werden unserem Team in Berlin für 14 Monate unter die Arme greifen. Roddy ist Jugendpastor in der Chapel Hill Biblechurch und bringt gleich noch eine handvoll seiner Mitarbeiter mit!

    Auf dem Weg zu an die Westküste der USA, um an Catalyst West teilzunehmen, habe ich in North Carolina Zwischenstopp gemacht, um ihn, seine Mitarbeiter und deren Eltern besser kennen zu lernen.

    Aber wie erklärt man einem zweijährigen die USA? Hier ist mein Versuch:

    In May the Mavuno Berlin Team increases by some fellows from North Carolina. Roddy & Katie Dinsmore will join our team in Berlin for about 14 Months. Roddy is a youth minister at Chapel Hill Biblechurch and together with him some of his current key volunteers will move to Berlin. That’s so exciting.

    On my way to the west coast to join Catalyst West, I stopped at North Carolina Zwischenstopp to get to know the team and their parents.

    But how do I explain the U.S. to a two year old toddler? I tried: – in German:

    Update failed

    Da wollte ich mal eben das Betriebssystem unseres Blogs auf den aktuellen Stand bringen, prompt wurde das Layout des ganzen Blogs durcheinandergebracht. Darum begrüßt den Leser ein originelles Layout mit Kamelen und Pyramiden…

    Edit: Die Gelegenheit habe ich gleich genutzt, um dem ganzen Blog eine neues Layout zu verpassen.I quickly wanted to update the blog machine and it’s plugins, promply the layout of the entire blog was messed up. Therefor the precious reader is welcomed by some fancy graphics with a camel and pyramids…

    Edit: I took opportunity and even updated the entire system, including a new template.

    Drei Wochen ohne

    Gestern waren die drei Wochen vorbei. Es war gar nicht so schlimm, wir hatten uns (fast) daran gewöhnt, dass wir tagsüber nichts essen und nur eine Abendmahlzeit haben. – Ich schreibe von unserer Fastenzeit.

    Gemeinsam mit unseren Kollegen in Kenia – die übrigens noch länger fasten – nutzen wir den Jahresanfang, um all die Herausforderungen, die uns in der Gemeinde aber auch privat bevorstehen, intensiv im Gebet vor Gott zu bringen. Hatten wir Lust dazu? – Ehrlich gesagt, nein. Sind wir davon überzeugt, dass es richtig ist? – Auf jeden Fall.

    Also gut, wir haben eine Liste, mit Gebetsanliegen, die während der Zeit noch länger wurde, geschrieben. Uns hilft das, motiviert zu bleiben. Als zweiten Schritt, haben wir unsere Freunde aus der Gemeinde gebeten, ob sie uns beim Fasten unterstützen wollen. Wir waren wahrscheinlich mehr überrascht als sie, denn ALLE, die wir fragten, haben mit gefastet. Da wir keinen überfordern wollten, erstellten wir einen Fastenkalender, wo sich jeder mit Datum eintragen konnte, wann und wie lang er mit uns mit fastete. Schon das allein war eine geniale Erfahrung.

    Simone meinte nach dem ersten Fastentag: „Ach, ich ziehe das jetzt durch und faste mit euch bis zum Schluss mit.“ – Das waren noch über 2 Wochen.
    Sven erzählte uns: „Am Anfang stand das wie ein riesiger Berg vor mir, aber dann habe ich gemerkt, das geht tatsächlich.“ Sven hatte bis dahin noch nie gefastet und gleich 10 Tage überhaupt nichts gegessen. (Er lebt immer noch. 🙂 )
    Andrea (hatte bis dahin auch noch nicht gefastet):“ Mein Magen sagte mir immer, dass ich Hunger habe, aber eigentlich ist es nur Appetit. Irgendwann gewöhnt man sich daran und hört nicht mehr hin.“

    Wir sind von soviel Unterstützung begeistert und haben auch deswegen die drei Wochen wirklich gut durchgehalten. Danke, Gott, für so tolle Freunde!