Für alle, die heute noch nicht angelächelt wurden – hier kommt das ultimative Breit-Lächeln, dem (hoffentlich) keiner widerstehen kann:
Damit kann heute nichts mehr schief gehen. Und wenn doch, ist es nur halb so schlimm.

Building Mavuno Berlin
Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag allen Müttern!
Nachdem ich nun selbst nicht mehr nur Tochter sondern auch Mutter bin, bekomme ich langsam eine Ahnung, was es heißt, Kinder groß zu ziehen, Winderlberge zu bewältigen (diese Berge ziehe ich immer noch einer Mt. Everestbestigung vor), Nächte manchmal mehr in der Senkrechten als Waagerechten zu verbringen und quasi immer „on duty“ zu sein.
Weß aber auch, wie es sich anfühlt, wenn man am frühen Morgen ein zauberhafes Lächeln bekommt (obwohl man noch keine Haare gekämmt hat) und ein kleiner Mann ganz zufrieden auf dem Arm einschläft (und am liebsten den ganzen Tag dort verbringen will).
Zur Feier des Tages bin ich nach 2 Monaten Abstinenz endlich wieder in Mavunos Gottesdienst aufgetaucht, und bin nun Teil der wachsenden Mutter-Kind-Raum-Community.
Wenn es auch gerade auf unserem Blog recht ruhig geworden ist – in unserem realen Familienleben geht es um so lebhafter zu!
Da uns der kleine Wicht zunehmend auf Trapp hält, haben wir spontan deutsche Babysitter einfliegen lassen. Wir dachten, er soll auch in Kenia mit seiner Muttersprache und Kultur vertraut gemacht werden, und damit kann man ja gar nicht früh genug anfangen. Um sächisches Kulturgut zu pflegen, ließen wir zwei Ursachsen einfliegen. Wer eignet sich da nicht besser als die lieben Großeltern.
Ferdinand ist das (noch) ziemlich egal, wer ihn schuckelt, ausfährt, Lieder vorsingt und die Windeln wechselt – uns aber nicht! Denn so konnte Mama nach halbdurchwachten Nächten einen ungestörten Mittagsschlaf machen, wurde von ihrer Mama wiederum bekocht und Opa ging mit Stolz geschwollener Brust stundenlang unter der Afrikanischen Sonne mit dem Kinderwagen spazieren. – Ein Paradies für frisch gebackene bzw. übernächtigte Eltern!
Leider sind sie nun schon wieder auf den Rückweg nach Deutschland. Darum bieten wir ab sofort eine Stelle als Babysitter an.
Wer Erfahrung hat in Babys und Eltern verwöhnen, ist herzlich willkommen!
Statt einem Osterhase, der Ostereier versteckt, haben wir ein Nilpferd in der Nachbarschaft, was genüsslich am und im Staudamm frisst, badet und sich sonnt.
Unsere Freundin Judith kam zum Ostersonntag mit deutschem Butterspeckulatius zum Kaffeetrinken. – Ihr Weihnachtspäckchen war pünktlich zum Grünen Donnerstag angekommen.
Und unser Sohn muss noch lernen, wann es Tag ist und wann Nacht. Und vorallem, das nachts erwachsene Menschen, besonders Eltern, schlafen wollen. So kam es, dass Daniel heute vor dem Mittagessen folgendes betete: „… und vielen Dank, dass Ferdinand jetzt schläft, und ich bitte dich, dass er die nächsten 12 Jahre nachts durchschläft.“
AMEN!
Ein „Geheimnis“ haben wir noch nicht gelüftet: Was der Name Kyama bedeutet. Er kommt aus der kenianischen Volksgruppe der Kikuyus und bedeutet Wunder und Ratgeber.
An sonsten hat unser Sohn nicht viel kenianisches an sich, dafür aber bereits jetzt schon eine begeisterte kenianische Mavuno-„Adoptivfamilie“.
Bisher zeigt er sich mehrheitlich von seiner Schokoladenseite, sei es farblich mit Windelinhalten oder durch ausgedehnte Schlafzeiten. – Wir sind schwer begeistert!


Grund zum Feiern haben junge bzw. werdende Eltern nicht erst, wenn der Nachwuchs endlich das Licht der Welt (bzw. des Krankenhauses) erblickt. Vorher gibt es auch schon eine Menge gute Gründe:
1. Unser Baby steht Kopf.
Nun nach vielem und intensivem Gebet hat sich unser kleiner Matz nun doch geburtsfreundlich mit den Kopf nach unten gedreht, ohne das die Ärztin eingreifen musste.
Wir danken allen von Herzen, die in den letzten beiden Wochen dafür gebetet haben – Gebet und Glaube kann nicht nur Berge versetzten, sondern auch Menschen 180° umdrehen lassen. 🙂
2. Die zu erwartende Ankunft des neuen Erdenbürger.
Unsere Kolleginnen von Mavuno haben uns mit einer sog. Baby Shower überrascht. Das ist eine Party für die werdenen Mutter (in unserem Fall durfte der Vater auch mit dabei sein). Das ist hier so üblich, nur hatten wir davon keine Ahnung.
Letzten Sonntag nach zwei Gottesdiensten entführte mich mein Mann, der in die ganze Sache eingeweiht war, in das Haus einer Kollegin, wo uns ein sehr liebevoller Empfang bereitet wurde. Über 20 junge Frauen taten ihr Bestes mich rund um zu verwöhnen – sei es mit leckerem Essen, vielen Geschenken und natürlich richtig viel Spaß. Sie waren der Meinung: wenn deine Familie bei einem so wichtigem Ereignis dabei sein kann, dann wollen wir für dich Familie sein. Wenn das nicht Liebe ist! Ich war und bin sehr beeindruckt.
Leckeres Essen darf nie fehlen!

Dass Mavuno viel seine Mitarbeiter tut, haben wir schon mitbekommen. Dass sie jetzt aber extra eine Fernsehübertragung des Gottesdienstes angefangen haben, nur damit ich von zu Hause aus mit unserem zu erwartenden Nachwuchs alles mitbekomme, übertrifft dann sogar meine Erwartungen.
Pünktlich eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin unseres Kindes hat sich das Technik- und Fernsehteam so richtig ins Zeug gelegt und die erste Übertragung lief an. Ich war beim ersten Mal live dabei, um noch ein paar Tipps zu geben, damit die Gesichter gut ausgeleuchtet sind und Sound akzeptabel wird. – Mit halben Sachen fangen wir gar nicht erst an!
Die vorbildlichen Missionare auf der Diguna-Station haben auch alle keinen. Dann werde ich wohl bei unserem Arbeitgeber einen beantragen müssen.
Damit sich der ganze Aufwand auch lohnt, bin ich so großzügig und lasse noch ein paar andere mitgucken, um genau zu sein die ganze Region Ostafrika, einschließlich unsere Gemeindegründung in Kampala und Leute in Simbabwe.
Das ist der Titel einer Initiative, die unser lieber Pastor Simon gerade ins Leben ruft. Zu diesem Zweck ist er zu unserem Bedauern aus der Gemeindearbeit in Mavuno ausgestiegen. Sein neues Arbeitsfeld stellt sich wie folgt dar:
Prayer – Gebet
Er wird durchs Land reisen und viele Gemeinden und Gemeindeleiter besuchen, denn er ist überzeugt, ohne Gebet und vor allem ohne das Gebet der geistlichen Leiter im Land wird Kenia 2012, wenn wieder die Parlamentswahlen anstehen, ein ähnliches Desaster drohen, was wir bereits 2007 erlebt haben. Er will die Christen schon jetzt auf ihre wichtige Rolle vorbereiten, nicht nur für ihr Land und Regierung zu beten, sondern auch gemeinsam zu beten und Angehörigen von verschiedenen Volksgruppen zu versöhnen.
Man enough – Manns genug sein
Was mit einer Predigtreihe begann, wird nun ausgeweitet auf einen 12 wöchigen Kurs für werdenen Männer. Die starke Resonanz dieser Predigtserie hat noch einmal verdeutlicht, wie sehr sich kenianische Männer nach einer gesunden Männlichkeit sehnen, die weder machohaft noch soft ist.
Damit will er dem hohen Gewaltpotential besonders unter männlichen Jugendlichen etwas entgegensetzen (was auch ein Grund für die Morde und Gewalttaten nach der Wahlen 2007 gewesen ist).
Training für angehende Politiker
Simon kandidierte einst selbst für einen Sitz im Parlament, er weiß also wie es in der kenianischen Politik zu geht.
Er hat sich zum Ziel gesetzt, Kandidaten so vorzubereiten, dass sie christliche Werte nicht nur wissen sondern in ihrem politischen Handeln umsetzten. Immer noch ist auch die kenianische Politik von Vetternwirtschaft und Korruption geprägt – und das will er dadurch ändern.
Hey, Simon – und wann kommst du nach Deutschland?