Im Knast

In einen kenianischen Knast zu kommen ist denkbar einfach. Und so geht es:

1. Möglichkeit:
Du verstößt versehendlich gegen die Straßenverkehrsordnung und wirst zufällig von einem übel gelauntem Polizisten erwischt. Dummerweise hast du kein Geld dabei, um die Strafe bzw. Bestechung zu zahlen, damit er dich wieder gehen lässt und er sich sein Mittagessen kaufen kann.

2. Möglichkeit
Du verstößt nicht gegen die Straßenverkehrsordung, hast aber bei der Verkehrskontrolle keinen gültigen Pass bzw. Aufenthaltsgenehmigung dabei oder den (internationalen) Führerschein vergessen und der Polizist hat etwas gegen Weiße.

3. Möglichkeit
Du gründest eine Schule in einem kenianischen Dorf ohne die notwendige Erlaubnis – und die Regierungsbehörden kommen dahinter.

4. Möglichkeit
Du bist Mitglied von Mavuno und damit Teil der Repräsentanten, die den Gefängnis (für die Gefangenen) zu Weihnachten Betten und Matrazen schenken. Und du wirst Zeuge, wie das erste kenianische Gefängnis überhaupt in den Besitz von Betten kommt.
Aus diesem Grunde bist hoch willkommen, bekommst Soda und Snacks und siehst viele dankbare Gesichter. Und das beste ist: du kommst ohne weiteres wieder raus.

Obwohl Möglichkeit 1 & 2 durchaus realistische Optionen für uns sind, ein Gefängnis von innen zu sehen, haben wir doch Möglichkeit 4 bevorzugt – und waren sehr berührt von dem, was wir gesehen haben.
Hier ein paar Eindrücke:

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