Menschenskinder!

Ich über lege mir seit gestern Abend ernsthaft, die Staatsbürgerschaft zu ändern. Wenn die Deutschen in Afrika für was berühmt sind, dann ist es Fußball. Aber mal ehrlich, das war doch kein Fußball gestern, oder?
Da sind wir schon mal abends in einer der berühmtesten Kneipen Nairobis, um Aarons Jazz life zu geniesen, haben noch das unglaubliche Glück über der Bar auf einem Flachbildschirm das Deutschland-Kroatien Spiel mit zuverfolgen, und dann so was. Menschenskinder, muss man sich denn um alles kümmern!?

Ich meine, die Kenianer spielen auch mehr gerne als guten Fußball, aber sie können wenigsten tanzen, Klavierspielen und singen. Aaron mit Kanjii (unsere Gemeindemusiker) lockten sogar die anderen Weißen von ihren Barhockern und Bildschirmen weg, als sie den Saal zum toben brachten mit ihrer unglaublichen verspielten Kreativität und Unterhaltungskunst. Getränke wurden nicht mehr serviert, weil das Personal von den Bühnenaktivitäten in Bann gezogen wurden, dafür sorgten die Mavuno-Praktikanen und Angestellten vor der Bühne für spontane Tanzeinlagen, die den Rest der Gäste zum Mitmachen animierten. – Und wir mitten drin. Deprimiert über Ballack, über den vergessenen Fotoaparat und über die eigenen mangelnden Tanzkünste. Das muss sich ändern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert