City to City Europe

Aus 26 europäischen Ländern und über 100 Städten sind die Teilnehmer dieser Konferenz angereist. Die meisten der ca. 450 Teilnehmer sind Gemeindegründer. Hauptreferent ist Tim Keller, der Begründer der Redeemer Church in New York, Manhatten.

Wir haben den großen Vorteil, dass diese Konferenz quasi vor unserer Haustür in Berlin stattfindet und lassen uns 3 Tage lang motivieren und inspirieren. Schon allein, dass die Konferenzsprache Englisch ist und deutsche Teilnehmer in der Minderheit sind, lassen internationales Flair aufkommen – ein angenehmer Gegenpol zu unserem sonst deutschen Alltag.

Hier einer der Takeouts, von Tim Kellers Vortrag, der uns zu weiteren Gedankengängen angeregt hat.
Folgende Aspekte machen eine lebendige und für die Gesellschaft relevante Gemeinde in einer Stadt aus:

1. Die Gemeinde liebt ihre Stadt.
2. Die Gemeinde achtet und respektiert urbane Sensibilität (Sicherheit, Sprache, Privatsphäre…).
3. Die Gemeinde spiegelt die kulturellen (ethnischen) Unterschiede der Stadt wieder.
4. Die Gemeinde wertschätzt ihre Nachbarschaft und ist diakonisch engagiert.
5. Die Gemeinde fördert die Integration von Glaube und Arbeit.
6. Die Gemeinde evangelisiert auf verschiedenen Ebenen in ihrem Umfeld.
7. Die Gottesdienste bzw. Predigten sind sowohl für Christen als auch für Nichtchristen relevant und verständlich.
8. Die Gemeinde wertschätzt Künste.

Vielleicht klingt das nicht spektakulär, doch die Umsetzung der Punkte hat es in sich. Wenn wir nur die Hälfte davon ernst nehmen, würde vielerorts richtig was in Bewegung kommen.

Viel Nichts

Ein Urlaub sollte zu allererst erholsam sein. Für uns heißt das zu allererst Ruhe, wenig Menschen, viel Weite und Natur und auch Inspiration, sprich, was fürs Herz. Naja, und familienfreundlich sollte das ganze auch noch sein, oder sollen wir sagen ferdinandfreundlich.

Auf Rügen finden wir in diesen Tagen vieles von all dem. Vor allem in der Nachsaison. Manches von dem genannten gibt es so gar ein bisschen zu viel.
Zum Beispiel Wind. Laut Wetterdienst ist die gefühlte Temperatur auf der Insel zeitweise bei 2°C. – Ach, doch so hoch? 😉

Am Strand sammeln sich ungefähr unendlich viele Steine. Die sind nicht zu viel. Zum ins Wasser werfen brauchen Vater und Sohn eine gehörige Auswahl an großen, kleinen, flachen und runden.

Und dann gibt es noch laut Internet eine doch stattliche Anzahl an Kunsthandwerken – das Eldorado jeder Frau die handgemachte, geschmackvolle Kreativität liebt und stundenlang in diesen Werkstätten und Lädchen schnuppern, gucken, staunen und wenn es gar nicht anders geht vielleicht auch kaufen möchte. Für die Männer: Frauen brauchen das gelegentlich für ihr seelisches Gleichgewicht. Nicht verstehen, einfach akzeptieren!

Ich stellte beflissentlich eine Liste von möglichen Inspriationsquellen meiner kreativen Ader zusammen, im 11. Ehejahr muss ich meinen Mann nicht argumentativ von dem Warum und Wieso überzeugen – so lange er hinterm Lenkrad sitzen und seine Familie eigenhändig chauffieren darf, ist die Sache geritzt. Erstes Ausflugsziel: Sassnitz. Tolle historische Altstadt. Im Visier habe ich eine Silberschmuckschmiede. An der Tür lesen wir handgeschrieben: Meine Kernzeiten: 11.00 Uhr -17.00 Uhr. Es war 13.37 Uhr, aber keiner war da. In unmittelbarer Nachbarschaft beherbergte ein historisches Gebäude ein offenes Atelier – mit der unmissverständlichen Nachricht im Schaufenster: „Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr wieder geöffnet“. Der Laden direkt daneben, welcher meine Aufmerksamkeit auf sich zog, veröffentlichte erst gar keine Öffnungszeiten. Selbiges begegnete mir in dieser Hafenstadt noch mehrmals.

Sellin. Töpfereigeschäft. „Öffnungszeiten: Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr Außer dienstags, da bin ich auf dem Markt“ Ich stand am Mittwoch 15.04 Uhr vor verschlossener Tür.

Wiek. Nachmittags zwischen 15.00 und 16.00 Uhr. Ich frage jemand Einheimischen, ob es hier (in diesem Touristenhochburg-Badedorf) ein nettes Cafe gäbe. die Antwort: „Nö, die haben alle geschlossen.“ Auf unserer Rückfahrt passieren wir noch eine von außen sehr ansprechendes Kunstatelier mit großem Schild „geschlossen“.

Wir als Familie folgen nun dem sehr einschlägigen Trend. Vorgestern standen wir vor unserer eigenen Ferienwohnungstür, die geschlossen war – und der Schlüssel steckte innen. Welch eine Freude und Erleichterung machte sich breit, als der Schlüsseldienst kam. Nicht, dass wir unbedingt wieder in unsere Ferienwohnung wollten, obwohl es gefühlte Windstärke 10 war. Nein, endlich war mal was los! Menschen tauchten auf, die Bohrmaschine wurde ausgepackt und das Schloss aufgebohrt. Genial! Unser Sohn war begeistert, sein Vater auch. Und ich habe die Kunst des Schlösserknackens kennengelernt. Das nenne ich Familienurlaub.Vielleicht sollten wir das noch mal wiederholen!

Re:Start VideoRe:Start Video

Und wieder Kyama Mugambi: unser Pastoren-Kollege-Chef hat den Re:Start-Gottesdienst auf Video festgehalten:

http://www.youtube.com/watch?v=hG6JNVAmR_IAnd again Pst Kyama Mugambi: Thanks for creating this little video from our launch service!

http://www.youtube.com/watch?v=hG6JNVAmR_I

Kenianische Grüße aus BerlinGreetings from Mavuno Berlin

Unser kenianischer „Chef“ Kyama Mugambi ist gemeinsam mit zwei weiteren Mavunites in Berlin. Extra für den Gemeinde-Neustart angereist, ist er eifrig mit der Kamera dabei. Im nachfolgenden Video grüßt er unsere Kollegen in Mavuno:

http://www.youtube.com/watch?v=pFmbmPGUmSc

Together with two Mavunites Pst Kyama Mugambi from Mavuno, Nairobi, is joining us for our Launch service. Two days before the highlight he shot some greetings for our staff team in Nairobi:

Neu gestartet

Fast doppelt so viele Gottesdienstbesucher als gewöhnlich, davon Menschen von 5 Kontinenten, eine Band die letzten Woche erst entstand, aber gespielt hat, als würde sie schon Monate gemeinsam Musik machen, coole Deko, eine gute Stimmung, leckeres Essen und dann noch das passende Wetter dazu – das ist die Bilanz von unserem Restart-Gottesdienst am 11.9.

Dabei haben sich viele aus der Gemeinde richtig ins Zeug gelegt:
– kurzfristig haben wir noch 2 Baueinsätze vorher angesetzt, um unsere Kapelle schöner zu machen
– unser kenianischer Chef Kyama brachte noch 2 Männer von Mavuno zur Unterstützung mit, die die Zeit für intensives Gebet nutzten und sich viele Namen aufschrieben, um für die Leute zu beten
– Ole hat extra für den Gottesdienst einen Teil seines Familientreffens sausen lassen und sich am Sonntag 5.00 Uhr in den Zug gesetzt, damit er rechtzeitig für die Gottesdienstmoderation da ist

Das sind nur Auszüge von dem, was am Wochenende hier in Bewegung war.

Auch wir persönlich haben für die Vorbereitungen tolle Unterstützung gehabt:
– So wurde unser Sohn am Samstag von seinen Großeltern in den Berliner Zoo „entführt“, damit seine Eltern noch weiter vorbereiten können.
– 2 Frauen aus der Gemeinde haben für uns und unsere kenianischen Gäste letzte Woche gekocht und das Essen sogar angeliefert. Wenn das mal kein Service ist!
– Wir wissen, dass viele unserer Freunde wie die Weltmeister gebetet haben.

Hier ein paar bildhafte Eindrücke:


Vielen Dank Euch allen. Und: weiter so, denn das war erst der Anfang. Jetzt geht es erst mal richtig los.

Der Countdown läuft

Noch 5 Tage, dann ist es soweit. Am 11.9. 11.00 Uhr werden wir ein neues Kapitel einer Gemeinde aufschlagen, die tatsächlich das Wagnis eingeht, nach Mavuno-Vorbild in Deutschland Gemeinde zu bauen.

Ein wichtiges Element dabei ist natürlich die Musik. Wir sind international besetzt, haben einen brasilianisch-amerikanischen Lobpreisleiter, der auch noch deutsch spricht, einen Australier, der neben dem Didgeridoo auch noch Bass, Gitarre und Piano spielen kann, ein Schlagzeuger, der eigentlich aus der Schweiz kommt, aber jetzt Berliner ist. Außerdem haben auch noch einen der besten Tontechniker Berlins gewinnen können – nicht nur für den 11.9. selbst sondern für unsere Gemeinde. Letzte Woche hat er mit seiner Familie zugesagt, sich auf das Wagnis Neustart mit uns ein zulassen.
Als ich heute bei der Bandprobe vorbei schaute, lief mir es mir mehrmals den Rücken warm und kalt herunter. 8 Menschen sah ich vor mir – das sind 8 handfeste Gebetserhörungen. Für jeden einzelnen haben wir intensiv gebetet, und nun sind sie mit Feuer und Leidenschaft dabei. Schade, dass es eigentlich keine Dankopfer mehr gibt, wie zu alttestamentlichen Zeiten. Ich hätte gern ein Schaf geschlachtet. Dann lassen wir jetzt eben die Sau raus.;-)


Ein Mann spart tausend Bücher…

… die doch nicht die Antworten geben, die man braucht. Weil wir für unseren Neustart als Gemeinde ungefähr 1000 offene Fragen haben und kaum gescheite Antworten, war die Stippvisite von Oscar Muriu vor ein paar Tagen umso wertvoller.
Er hat sich extra ein paar Tage frei gemacht und wollte sich vor Ort hier in Berlin ein Bild von uns und der Gemeinde machen. Wenn man bedenkt, dass er mindestens genauso viel zu tun hat wie Obama ;-), ist das für uns eine große Ehre gewesen. Das was uns in Kenia nie gelungen ist, haben wir jetzt nachgeholt: Oscar saß auf unserem Sofa und wir haben ihn mit Fragen bombardiert. Im Gegenzug bekam er original kenianischen Tee, eine Currywurst direkt vorm Brandenburger Tor und lernte unser Team kennen.

Sein Fazit nach 3 Tagen bei uns: Ihr seid sehr herausgefordert, aber ihr habt auch ein sehr motiviertes Team.

Und das sind nur ein paar von unseren derzeitigen Herausforderungen:

  • Die Einladungsflyer für unseren Restart-Gottesdienst am 11.9. sind immer noch in der Mache. Das Layout steht nicht fest – wir können froh sein, wenn sie noch rechtzeitig gedruckt werden.
  • Unser Lobpreisleiter wird erst kurz vorher nach Deutschland kommen und mit einer Band zusammen spielen, die er nicht kennt. Er ist brasilianischer Amerikaner, unsere Band 100% deutsch. – Ob das gut geht? 🙂
  • Wer macht eine ansprechende Gottesdienstmoderation? Unser Favorit tummelt sich an dem Tag auf einem Familientreffen. – Wir finden ja solche Treffen völlig überflüssig. 🙂
  • Wie bereitet man eine Gemeinde, deren Durchschnittsalter bei ca. 65 Jahren liegt auf die von nun an laute und moderne Musik vor? Hat jemand Ideen?
  • Wie dekoriert man eine amerikanische Militärkapelle auf afrikanisch?
  • Wo werden die Snacks verkauft, wenn es regnet?
  • AngekommenArrival

    Wow, was für eine Wochenende! Das gesamte Gemeinde-Neu-Start-Team kommt am selben Wochenende in Berlin an:
    Ole & Andrea Glöckner aus Oldenburg
    Rainer & Annegret Müller aus Dresden
    James & Beth Roper aus Sydney

    Jetzt sehen wir mit eigenen Augen wofür wir gehofft, gearbeitet und gebetet haben. Das Abenteuer kann beginnen!

    What a weekend! The entire church re-start team is relocating to Berlin at the same weekend:
    Ole & Andrea Glöckner from Oldenburg
    Rainer & Annegret Müller from Dresden
    James & Beth Roper from Sydney, Australia

    Now we literally see what we hoped for, worked for and prayed for. The adventure begins!

    Dürre am Horn von AfrikaDrought in East-Africa

    In den letzen Tagen erreichten und immer wieder Anfrage, wie wir denn von Deutschland aus angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika etwas tun können.

    Hier sind zwei empfehlenswerte Möglichkeiten:

    1 DIGUNA

    Das deutsche Missionswerk arbeitet seit Jahrzehnten in Ostafrika, wir selbst haben für etwa zwei Jahre auf deren Missionsstation in Nairobi gelebt. Daher kennen wir Arbeit, Mitarbeiter und Motivation recht gut. DIGUNA fährt derzeit Lebensmitteltransporte in die betroffene Region. Hier können wir Euch versichern, dass jeder Cent ankommt. Mehr Informationen und Onlinespendenmöglichkeit auf der Website von DIGUNA.

    2 Kindernothilfe

    Gemeinsam mit humedica Ärzteteam leistet die Kindernothilfe Soforthilfe und versorgt etwa 12.000 Kinder und Erwachsene im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet. Das Spendensiegel des DZI versichert den vertrauenswürdigen Umgang mit Spendengeldern. Weitere Informationen und Onlinespendenmöglichkeit auf Website der Kindernothilfe.During the last days and weeks people kept asking us, how we can help facing the drought in East-Africa.

    Here are two recommended options:

    1 DIGUNA

    The German mission agency is working in East Africa since decades, for about two years we were living at their compound close to Nairobi. Therefor we got to know their ministry, the people and the motivation. Currently DIGUNA also serves in transporting groceries into the suffering regions. We can assure you, that each cents donate will be spent well. More information at DIGUNA.

    2 Kindernothilfe

    Together with humedica doctors Kindernothilfe helps with emergency aid and feeds about 12000 children and adults close to the Ethiopian-Somalian border. They carry a seal of approval from DZI for spending and managing their funds well. Find more information at Kindernothilfe.