Greatness

Wir stecken mitten in den Predigtvorbereitungen und haben eine Menge im Kopf – vor allem englische Wörter. Gerade suchen wir händeringend eine angemessene Übersetzung für das Wort „greatness“ – und, o staune, wir finden keine. Zumindest keine angemessene, die der vielfältigen Bedeutung samt Emotionen gleich kommt.
Es sieht so aus, dass wir Mavuno einfach nicht ins Deutsche übersetzen können. Das wäre aber jammerschade!

Vielleicht gibt es ja unter unseren Blog-Lesern (Hobby-)Linguisten, die uns mit ihrem weisen Rat zur Seiten stehen und helfen, unsere Muttersprache wieder zu finden…

PS: Am besten bis morgen!!!

Fertsch!

Wir sind raus aus Mavuno, für die nächsten 3,5 Monate. Die Arbeit ist übergeben, die Leiterschaftsschulung mit Pastor M. mit Bowling und Fast Food abgeschlossen und die Flugtickets nach Deutschland liegen auf dem Schreibtisch.

Was macht man so kurz vor der Ausreise?
1. Tage zählen, bis man wieder Deutschen Boden untern den Füßen hat!
2. Sich mit den Resten der wohl gehüteten, aus Deutschland importierten Leckeren vollstopfen, bis einem schlecht wird.
3. Hoffen, dass der deutsche Sommer nicht dem kenianischem Winter gleich kommt.
4. Vorträge, Predigten, Präsentationen vorbereiten, egal ob man Lust hat oder nicht.
5. Feststellen, dass die Zeit dafür viiiel zu kurz ist!
6. Sich von Freunden verabschieden und vor allem die deutsche Freunde trösten, die nicht in die Heimat „dürfen“.
7. Ausrechnen, wie viel Katzenfutter man für 3,5 Monate kaufen muss – und dann auch nicht vergessen zu kaufen.
8. Packen!!! 40 kg dürfen mit, das muss man doch ausnutzen!!!
9. Seinen Tagträumen nachhängen und sich vorstellen, wie Quarkkäulchen und Wiener Schnitzel schmecken.
10. Hoffen, dass wir mit Türkisch Airways nicht nur abheben, sondern auch heil landen – und am besten überhaupt nicht darüber nachdenken.

So, na dann bis bald, Ihr lieben in Deutschland!

Daniel & Nancy in der Löwengrube

Daniel und Nancy in der Löwengrube

Folgende Dialoge haben gestern Abend ca. 20.00 Uhr auf dem Diguna-Gelände stattgefunden. Um diese Zeit ist es bereits dunkel …

Doreen (Freundin von uns, am Haustelefon, die ca. 500m von unserem Haus entfernt auf der anderen Seite des Flusses wohnt): Hallo Daniel, ihr könnt gern zu uns heute Abend rüber kommen, die Kinder schlafen friedlich.

Daniel (in die Telefonmuschel): Ja, das ist schön. Wir haben nur ein Problem, der Löwe brüllt ziemlich nah vor unserem Fenster. Wir wissen nicht, ob es zu gefährlich ist, zu euch zu kommen.

Nancy: steht am Fenster und verfolgt gespannt jedes Geräusch von draußen – und das Gespräch am Telefon.

Doreen: „Ach so, hm. Ja, aber die sind menschenscheu. Letzte Woche ist einer im Dunkeln von unsere Seite auf eure gelaufen und der Löwe vor ihm ist ins Gebüsch abgehauen.

Daniel: Na Klasse.

Nancy (immer noch am Fenster stehend): Na, dann kommt ihr doch zu uns rüber!

Während dessen gibt der Löwe gerade wieder Laute von sich.

Doreen: Ja, äh …

Nancy: erinnert sich an den vorletzten Abend, als sie direkt vorm Haus im Gebüsch eine halbe Stunde deutliche Raubtiergeräusche gehört hat.

Daniel: Ok, wir kommen mit dem Auto zu euch. Nur, das Gartentor müssen wir dann trotzdem noch öffnen…

Nancy (denkt): Richtig. Und auf genau dem Weg 200m weiter vorn wurde 3 Wochen zu vor ein Hund von einem Löwen gefressen. Und unsere Nachbarn 20 m unserem Haus mussten vor kurzem den Löwen vom Hundezwinger vertreiben…

Daniel und Doreen beenden das Gespräch.

Daniel und Nancy stehen wie gebannt am Küchenfenster und glotzen in die Dunkelheit.

Daniel: Ich will nicht leichtsinnig sein…

Nancy versucht Daniel witzelnd zu ermutigen: Komm, sei ein Mann. Wir fahren rüber und du machst das Gartentor auf.

Daniel (platzt raus): Das hat nichts mit Unmännlichkeit zu tun, wenn man Angst vor einem Löwen hat! Schließlich habe ich nicht gelernt, gegen einen Löwen zu kämpfen!

Nancy (spricht wohlweislich den Gedanken nicht aus): Das sehen die Massais aber anders. Da ist nur der ein Mann, der gegen einen Löwen kämpfen kann.

Nancy (spricht aus): Okay, aber der Daniel in der Löwengrube wurde auch nicht gefressen.

Daniel: Der hatte auch Engel, die den Löwen das Maul zu hielten.

Nancy: Ja, aber wir sind hier auf einer Missionsstation. Das ist ein sehr gesegneter Ort, auf den Gott sicher aufpasst.

Daniel: Ok, dann lasst und zum Auto rennen und fahren.

Wir steigen ungewöhnlich zügig ins Auto ein, machen das Fernlicht an und fahren bis zum Tor (50m). Daniel springt aus dem Auto, macht das Tor auf, Nancy schaut sich angestrengt nach allen Seiten um, um eine eventuelle herannahende Gefahr auszumachen. Alles ruhig. Sogar das Haus unserer Diguna-Nachbarn (20 m von unserm entfernt) mit den drei Hunden liegt friedlich im Dunkeln. Diesmal gibt es keinen Löwen, der die Hunde aus dem Zwinger holen will.

Wir fahren einen 2 km langen holprigen Umweg um zu unseren Freunden zu kommen und sinnieren über kleine Polizeistation, an der wir gerade vorbeifahren.

Nancy: Ich kann schon verstehen, dass die Polizisten nachts nicht auf Streife gehen, weil sie Angst vor den Löwen haben…

Daniel: Hm. Ich auch …

Der Löwe ließ sich nicht blicken und als wir um Mitternacht wieder unser Haus betraten war doch eine deutliche Erleichterung bei allen beiden von uns zu spüren.

Ich war dann mal weg

Was in einer Woche alles passieren kann … Und was man in einer Woche alles machen kann … hier ein kurzer Abriss von meiner spannendsten Woche diesen Jahres:

12.5.
Angefangen hat alles mit dem Deutschlandgebetskreis an jenem Dienstag. Gebetsanliegen: der APS-Kongress (Akademie für Psychotherapie und Seelsorge) in Marburg.
Wer es nicht mitbekommen hat, die Organisatoren standen unter enormen Druck und waren bösartigen Angriffen ausgesetzt, weil sie Seminarreferenten eingeladen hatten, die christliche Werte bezüglich Homosexualität und Abtreibung vertreten haben, wenn diese auch nicht Inhalt der Seminare waren. Allein dieser Fakt hat eine ganze Lobby von linkseingestellten Menschen auf die Palme gebracht, und sie hatten ernsthaft vor, den Kongress zu verhindern. Es war bis zuletzt nicht sicher, ob die Marburger Stadthalle und Universiät den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden würde.

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Wir wussten um diese Situation, darum beteten wir hier für den Kongress.
Quasi beim Verabschieden fragte mich meine Kollegin: „Nancy, warum fliegst du nicht dort hin und unterstützt und ermutigst die Leute dort.“ Ich war geschockt, überrascht,
verwirrt, berührt. Ich – nein, ich bin in Kenia und habe genug anderes zu tun.
Es folgte eine schlaflose Nacht, und am darauffolgenden Tag 2 Emails, die ich nach Deutschland schrieb, denn ich merkte deutlich: Hier ist mehr im Spiel als eine verückte Idee. Studen später die niederschmetternde Nachricht: „Tut uns leid, der Kongress ist ausgebucht, du kommst zu spät, aber du würdest trotzdem eine große Ermutigung sein, wenn du her kommst und mit und für uns betest.“
Wer reist schon 6200 km, nur um zu beten?!?

14.-15.5.
2 Tage war ich ein Schatten meiner selbst, verstand die Welt nicht mehr, bis Daniel und ich zu dem Entschluss kamen: Mach das. Fliege nach Deutschland, bete für den Kongress und die Leute und setze ein Zeichen, dass wir Christen zusammen halten – weltweit!

15.5.
19.00 Uhr
„Schatz, ich habe gerade den Flug für Dienstag gebucht, willst du noch mal über die Buchung anschauen?“ fragt mich mein Mann und ich nicke nervös.
Hilfe, das ist alles so verrückt und kurzfristig, so gar nicht mein Stil…
19.13 Uhr
Ein Email aus Deutschland:
„Liebe Frau Flechsig: Als Teilnehmerin gibts schon lang keine Plätze mehr, aber als Beterin! Herzlich willkommen in unserem Gebetsteam, ich habe Sie schon mal angemeldet.“
Ich wusste nicht, ob ich tanzen, lachen oder heulen sollte – Gott hat also doch alles vorbereitet, still und heimlich im Hintergrund.

19.5.
Mein Chef kam gerade vom Urlaub zurück und jetzt musste ich ihm irgendwie verklickern, dass ich nach Deutschland fliege – heute noch. Einmal tief durchtatmen und dann raus damit.
Seine Reaktion: „Wenn Gott dich schickt, was kann ich da schon machen.“ Sprach er und lies mich in Frieden ziehen.

20.-24.5.
„Wie, du bist extra aus Kenia hierher gereist und zu beten und uns zu ermutigen? Das find ich echt stark.“
Die Leute, die ich auf dem Kongress treffe sind gerührt, ermutigt und erstaunt. – Und ich auch! Meine Tage sind gefüllt mit Gebet und Gesrpächen, manchen bleibt quasi der Mund offen stehen, wenn sie Gottes Geschichte mit mir hören. Gott öffnet Türen, im wortwörtlichen Sinn und im übertragenen. Ich bete was das Zeug hält, die erwarteten Unruhen vor dem Veranstaltungsort bleiben aus, die Demonstranten finden ihre „Feinde“ nicht, weil sich kurzfristig in andere Seminarräume umgezogen sind. Die 1000 Teilnehmer inclusive ich werden Zeugen von Gottes Bewahrung und seinen Zusagen. Selbst für die Polizisten wird der Einsatz ein Höhepunkt. Das haben sie noch nie erlebt, dass sich Menschen für ihren Einsatz bedanken.
Dass Gott präsent ist, bestimmt die Atmosphäre, nicht nur in der Stadthalle, sondern auch in der ganzen Stadt.

Erfüllt von Eindrücken, Begegnungen mit Gott und Mensch steige ich am Sonntagabend wieder in den Flieger. Wow, Gott mit dir ist das Leben echt spannend. – Was kommt als nächstes?

Wozu Knautschzonen gut sind

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir die Knautschzone unsere Autos testen würden. – Gestern war dieser Moment gekommen. Beschleunigen – Vollbremsung – Stehen – und dann ein Schups von hinten – Bumm.
Kann alles passieren und in Nairobi sogar recht häufig. Aber dass sich unser „Anstupser“ dann anfängt um „Vergebung“ zu fragen, wird meine innerlich Knautschzone dann doch etwas klein. Er versucht tatächlich sich rauszulavieren, und uns mit umgerechnet 8 € (!) abzuspeisen. Mehr hätte er wohl nicht. Polizei rufen ist sinnlos, darum versuchen wir zu verhandeln. Der Mann bleibt stur, Daniel eisern und ich lasse ihn nicht aus den Augen. Doch anstatt ihn aus den Augen zu lassen hätte ich ihm eher den Zündschlüssel wegnehmen sollen (eine gängige Methode in Kenia). Während Daniel mit der Versicherung telefoniert (ein ähnlich hoffnungsloses Unterfangen), schleicht unser Knautschzonentester um seinen eigenen Wagen herum, beachtet seinen Schaden, steigt unversehens in den Wagen ein – und verschwindet. Ja, richtig, er haut ab, macht sich aus dem Staub, zieht Leine, ergreift die Flucht. Ich schreie, Daniel rennt – unsere seelische Knautschzone ist nun endgültig demoliert. – So viel zu unserem einzigen freien Tag in der Woche.

Wie es ausgeht, wissen wir nicht, Daniel hat seine Telefonnummer herausbekommen und wird sich mit ihm Treffen – ohne Knautschzone.
Schade, dass Wilde Westen Zeiten vorbei sind, ich hätte da schon ein paar Ideen, wie man das klären könnte…

Sexstreik in Kenia

Wenns wieder mal drunter und drüber geht, dann müssen die Frauen eben eingreifen. Das geschieht gerade in Kenia. Die Politiker sind sich nicht einig – dafür ihre Frauen um so mehr: sie drohen ihren Männern mit Sexentzug, wenn sie keine gemeinsame Lösung finden – und holen sogar die Prostituierten ins Boot. Hier stehts geschrieben:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,622037,00.html

Wir Deutschen waren in dem Punkt etwas cleverer: wir haben gleich eine Frau ans Steuer gelassen!

Es regnet, es regnet …

… die Erde wird nass. Endlich! Letzte Nacht hat es fast unaufhörlich geregnet, heute Vormittag ging es weiter und nun gewittert es schon wieder. Ich bin begeistert. Seit ich in Afrika lebe, hat Regen für mich eine komplett andere Bedeutung. Mensch und Tier sind hier so abhängig von dem seltenen Naturereignis, dass sich keiner über Regen beschwert.
Es gibt wieder grünes (!) Gras, der Garten bringt ungeahnte Pflanzen zum Vorschein und alles erwacht zum Leben. Vor unseren Fenster tummeln sich gerade Giraffen und Zebras, diesmal rotbraun-rotschwarz gestreift, weil der Regen hier immer eine leichte Brauntönung hat.
Und, wir haben ein Auto, was den Schlammpisten gewachsen ist und auch wasserdicht ist. – Das Leben könnte kaum perfekter sein an einem freien Tag. (Obwohl, ich hätte da vielleicht schon noch paar Ideen….)
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Für alles Leser aus dem Sauerland: ich weiß, ihr könnt das nur schwer nachvollziehen, aber Regen ist in Afrika ein echter Segen.

Schulbank drücken

Es ist taff, du wirst gestrietzt – und es ist sau – äh richtig gut, unser 10 wöchiger Leitertrainigskurs. Eigentlich war er nur für unsere Gemeindepraktikanten gedacht, aber was für sie gut ist, kann uns nicht schaden (bis auf den momentanen Schlafmamgel).
Und so muss man sich das vorstellen: 16 junge, hochmotivierte angehenden Leiter kommen erzählend und lachend 10 Minuten vor Schulungsbeginn in den Seminarraum, der eigentlich nur maximal 10 Leute fassen kann. Ich kam erst 7 Minuten vor Beginn rein, und fand schon keinen Platz mehr. Wer nur eine Minute zu spät kommt, zahlt. Und zwar richtig viel.
Muriithi, der den Kurs hält, wirft gleich zu Beginn eine Frage auf, die ihm aus seinen Blog gestellt wurde: Darf eine Single Frau sich künstlich befruchten lassen, um ein Kind zu bekommen? Und gleich folgt die erste Hausaufgabe: jeder schreibt eine Antwort auf seinen Blog.
Und dann geht es weiter: Was tun wir mit den Teilnehmern, die ihre Hausaufgaben bis letzten Donnerstag 17.00 Uhr nicht abgegeben hatten? Gnade, das lernen wir, gibt es bei dem Kurs nicht. Die einzige Entschuldigung ist der eigene Tod, um seine Aufgaben nicht pünktlich via Email zu versenden. Stromausfall – zählt nicht. Kein Internet – Pech gehabt.
Die Stimmung wird immer besser, denn auch die Zuspätabgeber zahlen – die gebratene Ziege am Ende der 10 Wochen wird mit jedem Zupätkommer und -abgeber realer.
Und dann wird disskutiert. Pflichtlektüre: „Mutig führen“ von Bill Hybels. Der Raum ist restlos überfüllt, aber dass die Luft dick wird, merken wir nicht. Wir diskutieren, stellen Fragen, fordern uns heraus – es ist einfach spannend.
Was macht man, wenn man unter einem Chef arbeitet, der nicht leiten kann?
Und was mache ich, wenn ich selbst keine Begabung zur Leiterschaft habe, aber leiten muss?
Muriithi erzählt aus seinem eignen Leben und was er in Oscars Schule alles hat lernen müssen. Keiner kann sich ihm enziehen, er ist inspirierend, herausfordernd und offen.
Zum Schluss die Hausaufgaben für die nächsten beiden Wochen:
1.Schreibe deine eigne Leiterschaftbiographie auf.
2. Schreibe deine 3 geistlichen Hauptbegabungen auf und erkläre, warum du denkst, dass du sie hast.
3. Studiere das Buch Nehemia, was lernst du über das Entwickeln einer Vison? Was sind die Schlüsselqualifikationen eines Leiters? Welche Auswirkungen hatte Nehemias Leiterschaft?
4. Lese das 4. Kapitel von „Mutig führen“, schreibe eine Zusammenfassung darüber und was du anwendest in deiner Arbeit.
5. Das selbe gilt für ein anderes Buch (5 stehen zur Auswahl). Lies es und schreibe einen Buchreport.

Ach ja, und neben bei arbeiten wir noch. Die neue Gebetschule muss vorbereitet werden, eine Seelsorgearbeit muss weiter aufgebaut werden, die Webside wartet auf Erweiterungen, und die Rundbriefe müssen ja auch versendet werden. Die Nächte werden also etwas kürzer ausfallen…

Warum Ostern (für mich) wie Weihnachten ist

Der Herr ist auferstanden. – Er ist wahrhaftig auferstanden!
Klar weiß ich, was Ostern bedeutet und warum Jesus sterben musste. Meine Mutter war Sonntagschullehrerin, mein Opa Gemeindeleiter und ich auf der Bibelschule.
Aber was es für mich persönlich und wertvoll macht, sind die Lebensgeschichten um mich herum, die von Vergebung und Neuanfang (Auferstehung?) reden:

Da ist die junge Frau, die heute das erste Mal das Abendmahl im Gottesdienst mit ausgeteilt hat – mit strahlenden Augen. Eine Abtreibung hat sie hinter sich und man merkt ihr manchmal an, dass ihre Lebengeschichte nicht einfach war. Aber sie hat erlebt, dass Jesus sie frei macht und davon sprechen auch ihre Augen.

Mein Kollgege sitzt hinter mir mit seiner kleinen Tochter auf den Arm. Sie war nicht geplant und sorgte schon vor ihrer Geburt für Aufregung, weil ihre Eltern nicht verheiratet waren. Heute ist mein Kollege in der Ausbildung zum Pastor – und er weiß, was ein Neuanfang ist.

Und da ist eine junge Kollegin, die in ihrer Enttäuschung über eine aufgelöste Verlobung eine sexuelle Beziehung mit einem Mann eingeht. Die dienstliche Konsequenz war Suspendierung.
Heute trat sie vor 2500 Leute im Gottesdienst und ihre Augen wurden feucht, als sie erzählt, wie sie Vergebung ganz neu erfahren hat. Und wie Jesus ihr hilft, Versuchungen zu widerstehen und wie er ihr geholfen hat, mit ihrer Vergangenheit zurecht zu kommen. Seit letzter Woche gehört sie wieder zu unserem Team.

Einzelfälle? Nicht in Mavuno. Heute haben sich wieder Absolventen des letzten Glaubensgrundkurses (Mizizi) taufen lassen. Ihre Lebensgeschichte kenne ich nicht, aber dieses Bild spricht deutlich:

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Wer so etwas erlebt, für den ist Ostern Weihnachten – einfach ein göttliches Geschenk!

We are family

Familientreffen der Nairobi Chapel Gemeinden.
In der letzten Woche kamen alle hauptberuflichen Mitarbeiter der 7 Chapel-Gemeinden zusammen. Und wir staunen, was sich bzw. Gott alles getan hat. Hier ein paar Fakten:

  • 1992 hat Oscar mit einer Hand voll Leute Nairobi Chapel angefangen.
  • Heute gehen Jeden Sonntag durchschnittlich insgesamt 12.000 Menschen in einen Nairobi Chapel-Gottesdienst (Bei der Teilung 2005 waren es ca. 4000).
  • Das sind 2,5% der Bevölkerung Nairobis, die allein in eine Chapel Gemeinde gehen.
  • Mehr als 150 Leute arbeiten hauptberuflich der Chapel Family.
  • Wir haben also allen Grund zum Feiern – und das haben wir auch. Gott hat Großes getan, und es sieht nicht so aus, als ob er demnächst damit aufhören möchte.

    Einen Wermutstropfen gibt es allerdings für mich: Nairobi ist nicht Deutschland! Ich möchte das in Deutschland auch erleben! – Wer macht mit?