Wir bekommen immer wieder die Frage gestellt: „Was macht ihr jetzt eigentlich?“ Die Frage ist wirklich berechtigt. Hier kommt die Antwort – wenn etwas unvollständig:
Und wir stellen uns und sämtlichen Berlinern, die uns den Weg kreuzen hunderte von Fragen: Wie ticken die Berliner? Gibt es überhaupt den typischen Berliner? Welche (Lebens-)fragen hat eine aufstrebende Endzwanzigerin, die im Kreuzberger Kietz wohnt? Wie kommt es, dass unsere Nachbarin schon 13 Jahre in der selben Wohnung lebt, wo hier doch so viel in Bewegung ist? Was sind die angesagten Clubs der Stadt? Wer geht mit uns ins Berghain?
Und weil wir abends ja nicht ausgehen können, laden wir uns immer wieder ganz nette Leute ein, die auch über nacht bleiben. Egal ob sie aus Oldenburg, Dresden, Wiedenest oder USA kommen.
Falls das alles nicht zutrifft, dann eine der folgenden Tätigkeiten: Kind füttern, schuckeln, oder ihm beibringen, dass die Blätter an der Grünpflanze bleiben sollen und auch nicht essbar sind, mit Mavuno telefonieren bzw. skypen (während der Sohn den Papierkorb genüsslich ausräumt), lesen (über Berlin), lesen (wie man eine Gemeinde neu startet), lesen (was man durch Gebet alles bewirken kann).
