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Auftanken

Posted by on 11. Februar 2015

Da sind wir wieder – zu unserem jährlichen Staff Retreat (Mitarbeiterklausur), unter der Sonne Kenias, dem deutschen Nieselregen-Winter entflohen. Wir sind nun schon das 7. Mal dabei und gehören zu den alten Hasen. Man könnte meinen, es wäre immer das selbe. Input – Begegnung – Spaß und viel Essen. Gewöhnlich sage ich mit einem verschmitzten Lächeln, dass ich nur wegen den Mangos, dem Mangosaft und der Sonne herkomme. Das versteht man nur, wenn man Winter in Deutschland kennt und auch die Mangos vom Aldi. Warum sind mir diese drei Tage einmal im Jahr so wichtig:

* Ich höre und erlebe was in der Mavuno-Familie passiert. Mittlerweile sind aus 11 Nationen Menschen hier, so weit schaue ich gewöhnlich nicht über den Tellerrand. Mavuno ist nicht nur in Kenia, Mavuno-Gemeinden gibt es in Kampala, Kigali, Lusaka, Blantyre. Und wahrscheinlich auch bald in irgendwo in Burundi und Äthiopien. Ja, es lohnt sich tatsächlich eine Afrika-Landkarte zu kaufen. ;-)

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* Ich werde auf eine Weise ermutigt, die ich in Deutschland bisher wenig erfahren habe. Dieser Moment, wo wir als Berliner Pastoren von unseren glücklichen Momenten und unseren Herausforderungen erzählen und dann sich unsere anderen Gemeindegründer-Kollegen um uns herum stellen und den Himmel bestürmen, dass Gott sich selbst in Berlin zeigt. Mir treibt es die Tränen in die Augen (diesmal nicht vom herumfliegenden Staub), wenn Linda und Njoroge den Himmel auf die Erde herab beten. Und ich verliere einen Moment später noch mal meine Fassung, als Kevin die Mavuno-Familie auffordert, eine “Saat” in Berlin zu pflanzen indem sie spontan, Geld sammeln, als Startkapital, damit wir unser Gemeinde-Nachbargrundstück kaufen können.

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* Ich bekomme den Focus wieder in den Blick – wozu wir tun, was wir tun. Klar, die Vision hat sich nicht geändert, aber der Alltag, die vielen Details, die großen und kleinen Herausforderungen machen müde. Hier – mit ca. 6000 km Abstand kann man das große Ziel wieder besser sehen.

* Gott reden hören. Gott gemeinsam erleben. Die Tage sind straff durchgeplant, es wird wenig dem Zufall überlassen – doch wenn Gott eincheckt, dann überlassen wir ihm die Kontrolle – und die Zeitplanung. Ich liebe diese Kombination, planen – und Gott trotzdem wirken lassen. Die Teepause am Vormittag fällt aus, weil wir gerade spüren, wie Gott uns etwas deutlich macht. Stattdessen sinken wir auf die Knie, bekennen Gott unsere Sünden, persönlich und als Gruppe.

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* Ich treffe furchtlose Gotteskinder. Z.B. Christine. Ihre jüngste Tochter ist gerade zwei Monate alt. Vor wenigen Tagen ist sie erst nach Kenia umgezogen mit ihrer Familie. Noch kennt sie niemanden und sie fühlt sich etwas unsicher. Wie wird das nächste Jahr für sie, ihren Mann und ihre zwei anderen Kinder werden? Auf ein besseres Leben hofft sie hier in Kenia nicht. In Uganda ging es ihr gut. Richtig gut. Finanziell gut abgesichert, tolle Jobs, tolles Haus. Und jetzt? Nun lebt sie von dem, was Freunde ihr spenden, damit sie als Praktikantin mit ihrem Mann in Mavuno lernen und Arbeiten kann. Sie ist nicht die einzige, die so furchtlos ist. Florence mit Frau und zwei kleinen Töchtern kam von Burindi hierher. Er hat seinen Job bei der UN an den Nagel gehängt, um in Mavuno zu lernen.

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*Überrascht werden. Wir ahnten es schon, als wir sein Namensschild am Eingang auf der Tisch liegen sahen. Doch als wir ihn dann abends 23.00 Uhr im Hotel leibhaftig sahen, waren wir doch etwas perplex. Nach 30 Stunden Flugreise stand Boogy vor uns. Von Kalifornien bis nach Kenia ist er gekommen, um das zu erleben, wovon wir ihm immer wieder die Ohren voll geschwärmt haben.

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